LUXEMBURG
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Am kommenden Wochenende haben elf Institutionen Tag der offenen Tür

Näher am Bürger, mehr Transparenz, ein Blick hinter die Kulissen - alle elf offiziellen Institutionen haben dasselbe Interesse daran, an der kommenden 6. Edition der „Journée Portes Ouvertes des Institutions“ teilzunehmen. „Es ist enorm wichtig, dass die Menschen unserer Demokratie auch das Recht darauf haben, einen Blick hinter die Kulisse unserer Institutionen zu erhalten“, betonte Premierminister Xavier Bettel gestern bei der Vorstellung des Programms.

Zum sechsten Mal seit dem Start 1999 können die Menschen somit spontan entscheiden, einen Abstecher in die Abgeordnetenkammer, in das Kulturministerium, das Außenministerium oder den Rechnungshof zu riskieren. „Allein in der ,Chamber‘ stehen mehrere hilfsbereite Mitarbeiter und sogar Abgeordnete zur Verfügung, um die Menschen durch die einzelnen Etappen zu führen“, erklärte Kammerpräsident Mars Di Bartolomeo. „Unser Haus der Demokratie gehört am Tag der Offenen Tür ganz den Bürgern.“

Im Büro des Premiers Mäuschen spielen

Wie schon 2016 wird auch das Staatsministerium an dem Event teilnehmen. Dabei lasse sich auch ein weiteres Mal das Büro des Premiers besichtigen - „jedes Mal ein kleines Highlight“, zwinkerte Bettel gestern. Auch die Stadt Luxemburg öffnet ihre Türen. „Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit“, betonte Bürgermeisterin Lydie Polfer. „Wir sind immerhin oft die erste Adresse, an die sich die Bürger wenden.“

Wichtig sei auch, dass mit der ADEM-Einrichtung in Belval auch eine Institution außerhalb der Stadt Luxemburg zum Kreis der Teilnehmer zu zählen ist. „Wir ermöglichen einen Blick auf die einzelnen Instanzen, die Arbeitssuchende bei uns durchlaufen“, erklärte ADEM-Direktorin Isabelle Schlesser. „So nehmen wir hoffentlich auch ein bisschen die Angst vor dem Verwaltungsapparat.“

Im Haus der EU-Kommission hingegen wird es ein Programm geben, das sich komplett auf die Bürgergesundheit konzentriert. „Zu diesem Zweck haben wir auch eine Sonderveranstaltung zusammen mit Gesundheitsministerin Lydia Mutsch“, erklärte die Chefin der Kommissionsrepräsentation in Luxemburg, Yuriko Backes. Für diese Veranstaltung müsse man sich jedoch per Mail (unter comm-rep-lux@ec.europa.eu) anmelden. Für alle anderen Institutionen reicht hingegen ein Personalausweis.

Nicht mit dabei sind die EU-Institutionen auf Kirchberg. „Diese haben am 9. Mai ein eigenes Event“, erklärte Di Bartolomeo. Der Tag der Offenen Tür vom 21. April werde indes auch online unter dem „Hashtag“ #luxopendoors vertreten sein, wie die Organisatoren erklärten.