PASCAL STEINWACHS

Im „Profil“, der Werbebeilage der CSV im Erzbistums-„Wort“, bereitete CSV-Präsident Michel Wolter seine Mitgliedermenschen am Samstag schon mal prophylaktisch auf die bitterharten Zeiten vor, die unserem Land mit all den von ihm und den seinen- in engster Zusammenarbeit mit den anderen (den Sozengenossen) - ausgeheckten Steueranpassungen ab dem 1. Januar 2013 bevorstehen werden. Wolter freut sich zwar in diesen prä-X’maslichen Tagen schon arg viel auf „gemeinsame Abende in der Familie, unter Freunden“ (wo er dann mit Sicherheit auch seine geliebte Ziehharmonika auspacken wird), gibt aber zu bedenken, dass das Wesentliche dabei „weniger das Materielle als denn das Zusammensein“ sei. Geld allein macht eben auch nicht glücklich.

Das findet auch CSV-Fraktionsobmann Marc Spautz, der dafür in seiner Budgetrede sogar einen waschechten Kardinal und dessen Leitspruch „Voir, juger, agir“ bemühen musste, um solcherart eine konsequentere Budgetsanierung zu rechtfertigen.

Die „Wort“-Kommentatorin zeigte sich unbeeindruckt: „Leider hat sich auf Krautmarkt aber immer noch nicht die simple Erkenntnis durchgesetzt, dass eine lange Rede nicht unbedingt eine gute Rede ist“. Wo bleibt denn da der Respekt...