TRIER /ZOUFFTGEN
LJ

In Trier und Zoufftgen sterben Personen auf den Bahnschienen

Am Donnerstag gegen 7.39 erhielt die Polizei in Trier die Meldung, dass eine Person im Südbahnhof in Trier von einem einfahrenden Zug erfasst und getötet wurde. Am Trierer Südbahnhof warteten offenbar viele Reisende auf ihren Zug. Aus bisher unbekannten Gründen stürzte eine Person auf die Gleise und wurde vom einfahrenden Zug überrollt. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden. Wir gehen davon aus, dass es sich um einen Suizid handelt“, erklärte Triers Polizeipressesprecher Uwe Konz am Mittag auf Presseanfrage.

Unmittelbare Folge des Vorfalls war, dass eine Vielzahl von Bahnreisenden auf dem Bahnsteig und im Zug schockiert und traumatisiert wurden. Insbesondere minderjährige Schüler bedurften der Hilfe von Notfallseelsorgern und Unfallpsychologen. 34 von ihnen wurden in eine nahegelegene Schule gebracht und dort in der Schulturnhalle betreut. Parallel dazu wurden in Zusammenarbeit mit der ADD alle Trierer Schulen und die Schulpsychologischen Dienste informiert. Im betroffenen Zug waren insgesamt 243 Personen, die zeitnah von der Berufsfeuerwehr über die Geschehnisse informiert wurden und verständnisvoll reagierten. Die Berufsfeuerwehr Trier war insgesamt mit 40 Kräften im Einsatz. Der Bahnverkehr konnte um 9.30 wieder freigegeben werden.

Kurz nach 7.00 war es am Donnerstagmorgen auf der Bahnstrecke zwischen Thionville und Bettemburg zu einem wohl ähnlichen Zwischenfall gekommen: Im französischen Zoufftgen wurde die Leiche eines Mannes an den Scheinen aufgefunden. Die Person wurde wohl von einem anderen Zug erfasst und tödlich verletzt. Die weiteren Umstände müssen von der Polizei geklärt werden.

Die Strecke wurde in beide Richtungen für die Ermittlung der Polizei gesperrt. Es kam zu erheblichen Behinderungen, wie die CFL mitteilt, dies vor allem auf den Linien 60 und 90. Ein Ersatzbusverkehr sei eingerichtet. LJ