Nun, wo Merkande sich dafür ausgesprochen hat, soll das Eurogruppenchefdings also doch noch irgendwann zum Fulltime-Brotjob werden, nachdem der Vorsitzende der Eurogruppe bislang nur ein „amputierter Chef“ gewesen sei, wie die „Süddeutsche Zeitung“ gestern schrieb. Niemand käme dann auch auf die Idee, „dass der amerikanische Finanzminister sich im Hauptberuf um den Haushalt von Kansas oder New Hampshire kümmern soll - und nur hin und wieder um die Finanzpolitik in Washington“, doch die Euro-Staaten hätten sich bis jetzt genau so eine Konstruktion geleistet. Der Juncker-Nachfolger mit dem unaussprechlichen Namen will übrigens bis Ende 2014 weitermachen.

Die angesehene Internetfachzeitung „Der Postillon“ befasst sich ihrerseits auch mit Europa und hat sogar eine dolle Idee, wie die EU die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen kann, nämlich einfach abwarten, bis die Betroffenen nicht mehr jung sind. Da arbeitslose Jugendliche wie von Zauberhand aufhören würden, arbeitslose Jugendliche zu sein, sobald sie ihr 25. Lebensjahr abgeschlossen haben, laute der raffinierte Plan aus Brüssel einfach „Abwarten bis genügend Jahre ins Land gezogen sind“. Die Politik sollte sich ein Beispiel nehmen...