LUXEMBURG
NICO PLEIMLING

Laut Schöffe François Bausch soll das gesamte Bahnhofsviertel Tempo-30-Zone werden

Eine proaktive Fußgängerpolitik sei wichtig, denn eigentlich sei ja jeder hin und wieder zu Fuß unterwegs und deswegen betreffe es alle Bürger und Bürgerinnen, unterstrich am gestrigen Montag Gemeinderatsmitglied Marc Angel der LSAP. Weiter meinte er, dass es sich hier um das flexibelste und ökologischste Fortbewegungsmittel handeln würde: „Ab und zu ist es auch das schnellste und das kommunikativste. Bei anderen Fortbewegungsmitteln entsteht die Kommunikation meist nur dann, wenn es ein Problem gibt.“

Die UNO hat die Jahre 2011 bis 2020 zur Dekade der Verkehrssicherheit ausgerufen und in dieser Periode gibt es weltweit Kampagnen, die für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen sollen. Der LSAP-Politiker begrüßte weiter, dass seit 2005 viel für Radfahrer gemacht wurde, allerdings sei der Fußgänger im Rahmen der sanften Mobilität weniger berücksichtigt worden. Daher solle der Aktionsplan für jene Verkehrsteilnehmer endlich anlaufen.

Tempo-20 in verschiedenen Straßen

Unter anderem sollen die Wartezeiten an den Ampeln verkürzt und die Übergangszeiten verlängert werden.

Weiter würden bei Bauarbeiten häufig die Fußgängerwege entfernt und eine unübersichtliche Beschilderung würde dann keine optimale Situation schaffen, so Marc Angel: „Die Möglichkeiten sollen studiert werden, um in verschiedenen Straßen Tempo-20-Zonen einzuführen. Mit Spezialaktionen können die Bürger, ähnlich wie mit dem Flugzeug, Meilen sammeln. Die Eltern sollen somit ermutigt werden, ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Schule zu bringen, sondern zu Fuß zu begleiten.“

Aktuellen Statistiken nach sind in Luxemburg 42 Prozent der Verkehrstoten Fußgänger. Damit liegt das Großherzogtum fünf Prozent über dem europäischen Schnitt.

Der hauptstädtische Verkehrsschöffe François Bausch von déi Gréng unterstrich, dass der Dialog mit den Bürgern gefordert ist: „Es gibt Informationen zum Thema auf vdl.lu und obwohl die Presse nicht sehr viel berichtet hat, haben wir seit dem letzten City Breakfast viele Mails erhalten. Künftig wollen wir im Bahnhofsviertel eine Tempo-30-Zone durchsetzen.“

Waldfriedhof für die Hauptstadt

In einem weiteren Punkt auf der Tagesordnung bestätigte Viviane Loschetter von déi Gréng den Fortschritt um das Schaffen eines Waldfriedhofs auf hauptstädtischem Territorium. „Ich bin mit der Forstverwaltung, Omega90 und verschiedenen Dienststellen der Stadt Luxemburg zusammen gekommen. Wir haben zwischen Cessingen und Merl am Cessinger Wald einen geeigneten Ort gefunden.“

Man habe sich mit den Vorgaben auseinandergesetzt, die in Betzdorf umgesetzt wurden und die Frage aufgeworfen, was bei dem hauptstädtischen Projekt verbessert werden könne. Die administrativen Arbeiten sollen in den kommenden Monaten finalisiert werden, das Projekt soll dann in der ersten Hälfte des kommenden Jahres bereit sein.