DIEKIRCH/LUXEMBURG
PM/PW

Zwanzig Jahre Abwassersyndikat SIDEN - Ministerin Dieschbourg bedauert Strafzahlungen

In Anwesenheit von Großherzog Henri, von Umweltministerin Carole Dieschbourg und Sozialminister Romain Schneider und weiteren Ehrengästen wurde gestern der 20. Geburtstag des Abwasserzweckverbands SIDEN (Syndicat Intercommunal de Dépullotion des Eaux Residuaires du Nord) in der Aal Seeërei in Diekirch gefeiert.

Syndikatspräsident Ali Kaes ging bei seinem Rückblick auf zwei Jahrzehnte SIDEN intensiv auf die langen Genehmigungsverfahren ein. Immerhin sei die Renovierung und Anpassung der überalterten Kläranlage in Bleesbrück, die die Abwässer aus Ettelbrück und Diekirch reinigt, endlich im Gange.

Umweltministerin Carole Dieschbourg machte keinen Hehl daraus, dass sie froh ist, dass alle 36 Gemeinden des Luxemburger Nordens nun an das Abwassernetz des SIDEN angeschlossen sind. Allerdings muss Luxemburg, unter anderem dadurch, dass die Kläranlage „Bleesbrück“ nicht den EU Normen entspricht, täglich Strafzahlungen in Höhe von 2.800 Euro an die Europäische Kommission zahlen. Mit Bedauern wies Dieschbourg darauf hin, dass nur sieben Prozent der Luxemburgischen Gewässer als sauber eingestuft werden können.