Eine „Wort“-Politspezialistin gibt sich bitter enttäuscht über die Öffentlichkeitsarbeit der Koalition. „Pannen als Methode - Manches hätte vermieden, anderes besser gelöst werden können“, so die Diagnose. Dass es „Kommunikationspannen“ gab, ist unbestritten - und überrascht kaum: Neue Koalition, neue Ministeriums-Strukturen, randvolle Terminkalender, brennende Reformen, „Leaks“, die kaum die Regierung selbst verursacht haben dürfte... Megaviel Plackerei für das Einfahren des neuen „Apparats“. Aber das „Wort“ bleibt unbarmherzig: „Dabei wollten die die Neuen eigentlich alles besser machen, auch in der Öffentlichkeitsarbeit - was im Fall des Staatsministers auch nicht gerade schwer war.“ Denn: „In den letzten Jahren seiner Amtszeit äusserte sich Jean-Claude Juncker nur noch selten (und meist ziemlich mürrisch) gegenüber der einheimischen Presse.“ Gelegenheiten, bei denen der Schachtelsatz-Champion die Medien meist schalt, ihn schlecht verstanden zu haben. „Niemand behauptet, dass die Vorgängerregierung als Meister der Öffentlichkeitsarbeit in die Geschichte eingegangen ist, ganz im Gegenteil“, so das „Wort“ folgerichtig. Anlass zur Hoffnung, dass die „Com“-Bilanz der Bettel-Crew am Ende doch glänzt, besteht jedenfalls: Klimpersicherer als sein CSV-Konterpart beim Umgang mit Smartphone und Social Media ist der DP-Chef allemal schon.