LUXEMBURG
MADY LUTGEN

Angemeldet für den Halbmarathon: Meine ersten Trainingseinheiten mit Hürden

Vor einem Jahr brach ich mir meinen rechten Fuß zweimal. Ich ging durch die Hölle, eine OP, dann sechs Wochen Gips, dann noch weitere Wochen auf Krücken laufen, dann wieder eine OP, nochmals Krücken. Damals schwor ich mir, falls ich irgendwann wieder normal laufen könnte, würde ich etwas Verrücktes tun. Da ich meinen Fuß jetzt wieder wie gewohnt bewegen kann und vor einigen Jahren schon immer gejoggt bin, kam ich auf die Idee, mich für den ING-Halbmarathon im Mai anzumelden. Gesagt, getan.

Aller Anfang ist schwer

Zuerst musste ich mir wieder eine Sportkleidung und die richtigen Laufschuhe zulegen, denn ohne die geht nichts. Einen Plan, wie ich nun um Form kommen sollte, gab es nicht. Einfach drauf los laufen, lautete meine Devise.

Das erste Training absolvierte ich um Weihnachten. Dafür, dass ich seit einem Jahr überhaupt nicht mehr gejoggt hatte, funktionierte es richtig gut. Drei Kilometer schaffte ich am Stück, ohne eine Pause einzulegen. Doch mir war kalt, meine Lungen schmerzten. Am folgenden Tag hatte ich Fieber und Husten. Das Aus für mein Training. Nach zwei Wochen Pause, fing ich wieder an.

In den Rhythmus kommen

Ich zwinge mich momentan, jeden Morgen früh aufzustehen, um zu trainieren. Auch bei kaltem und nassem Wetter, was für mich Horror ist, da ich den Winter überhaupt nicht mag. Ich lege auch manchmal einen Tag Pause ein, wie man mir geraten hat. Mein Füße und Muskeln schmerzen oft. Ich habe mir auch einen speziellen Schal zugelegt, um die kühle Luft nicht einzuatmen. Das hilft. Seither habe ich mich nicht mehr erkältet.

Über die Grenzen gehen

Zurzeit laufe ich gut fünf Kilometer am Stück. Die Kondition wird von Lauf zu Lauf besser. Ich suche mir nun eine andere Strecke aus, da mir langweilig wurde, immer denselben Rundkurs zu bewältigen. Bis Ende März möchte ich gerne zehn Kilometer am Stück schaffen, dann Ende April deren 15 und schließlich Ende Mai deren 21.

Nicht aufgeben

Das Schwierigste an meiner Challenge besteht darin, den inneren Schweinehund zu überwinden. Mein Fuß macht sich auch bemerkbar, doch mein Arzt meint, mit solchen Schmerzen müsste ich leben.

Auf jeden Fall lernt man seine Grenzen kennen, oder besser gesagt, man erfährt, dass es keine Grenzen gibt: Denn, wenn man den Punkt, an dem es nicht mehr geht, überwunden hat, dann geht es wie von selbst weiter und weiter… bis der Körper streikt. Man lernt, dass man viel mehr kann, als man denkt.

Klar im Kopf

Mir persönlich bringt das Laufen sehr viel. Ich kann abschalten, Musik hören und einfach nur laufen. Ich bewundere die Natur und mit jedem Schritt werde ich glücklicher. Es macht mich stolz, so weit zu laufen und nicht aufzugeben. Nach einem Lauf bin ich immer zufrieden. .