LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Die Stadtviertel Hollerich und Limpertsberg im Mittelpunkt des „City Breakfast“

Die Hollericher Straße hält die politischen Verantwortlichen der Stadt Luxemburg ganz schön in Atem, wie Bürgermeisterin Lydie Polfer gestern auf dem „City Breakfast“ im Rathaus auf „Knuedler“ mitteilte. Am vergangenen Sonntagmorgen fand eine Massenschlägerei statt, bei der drei Schwerverletzte zu beklagen waren. Über 100 Personen waren in diese Schlägerei verwickelt und, wie nicht anders zu erwarten, hat den Aussagen der Polizei zufolge niemand etwas bemerkt oder mitbekommen. Den vier Bars, in denen die Schlägerei stattfand, wurden mit sofortiger Wirkung vom Schöffenrat der Stadt Luxemburg die freie Nacht („Nuit blanche“) entzogen, das heißt, dass diese Bars nun um 3.00 in der Früh schließen anstatt um 6.00, wie bei einer freien Nacht üblich. Diese Entscheidung gilt vorerst so lange, bis die Polizei ihre Untersuchung abgeschlossen hat, wie mitgeteilt wurde.

In Sachen „Fixerstuff“ in Hollerich, wie die Bürgermeisterin weiter zu berichten wusste, will die Stadt Luxemburg nun Berufung gegen das am vergangenen 13. November ergangene Urteil des Verwaltungsgerichtes zugunsten der Klägerin Paul Wurth S.A. einlegen.

Das auf Nummer 67 der Avenue Pasteur in Limpertsberg gelegene „Maison Bourg-Gemen“, das einst der bekannten Rosenzüchter-Familie Bourg-Gemen gehörte, soll nun doch nicht dem Erdboden gleich gemacht werden, wie gestern weiter zu erfahren war. Bekanntlich hatte die Stadt Luxemburg entschieden, dass das „Maison Bourg-Gemen“, in dem zuletzt eine Spielschule untergebracht war, für das Bauprojekt „Vivre sans voiture“ weichen müsste. Eine Entscheidung, die unter anderem die Limpertsberger Geschichtsfreunde auf den Plan gerufen hatte, die gegen den Abriss dieses „architektonischen Zeitzeugen“ protestiert hatten. Nun soll das „Maison Bourg-Gemen“ stehen bleiben und in das ambitiöse Projekt „Vivre sans voiture“ integriert werden. Aller Voraussicht nach soll in dem Haus eine Kindertagesstätte eingerichtet werden, die an anderer Stelle im Projekt geplant war. Das Vorhaben, das Haus stehen zu lassen, wurde gestern Nachmittag von den „Stater Sozialisten“ ausdrücklich begrüßt.

Fahrplan-Anpassungen

Ab dem 15. Dezember werden verschiedene Fahrplan-Anpassungen bei den „Autobus de la ville de Luxembourg (AVL) vorgenommen werden. Betroffen sind die AVL-Linien 25, 26 und 27. Da auf „Cloche d’Or“ verschiedene Verwaltungsgebäude in Dienst gestellt wurden, wird in der rue F.W. Raiffeisen eine neue Haltestelle - Gerhard Mercator - eingerichtet werden. Ab dem 15. Dezember wird die AVL-Linie 21 durch die „Pénétrante Sud“, den Rond Point Gluck, den Park and Ride Luxembourg-Sud und die rue F. W. Raiffeisen in Richtung „Cloche d‘Or“ und zurück verkehren und nicht mehr die Rue de Hollerich und die Route d’Esch („Gaasperecherbierg“) mit den hier liegenden Bushaltestellen bedienen. Dies bringt mit sich, dass auf der AVL-Linie 18 ab Mitte Dezember eine neue Haltstelle - Raiffeisen - an der Escherstraße gegen- über der sich zur Zeit im Bau befindlichen Kogenerations-Zentrale eingerichtet wird. Ab dem 15. Dezember wird die AVL-Linie 22 nur noch jede zweite Fahrt das P&R Luxembourg-Sud anfahren.