Fotoausstellung „Géif dir mir eng Chance ginn?“ in der hauptstädtischen Bahnhofshalle

Sie haben keine Chance mehr sich weiterzubilden, was allerdings nicht heißen soll, dass diese Jugendlichen keine Kompetenzen und Qualitäten haben, um ihre Rolle in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt zu spielen. Unter dem Motto „Géif dir mir eng Chance ginn?“ steht eine Ausstellung, die bis zum 31. Januar in der hauptstädtischen Bahnhofshalle zu sehen ist. Verwirklicht wurde die Ausstellung von Schülern der IPMD („Initiation professionnelle Divers Metiers“)-Klasse aus Grevenmacher.

In Zusammenarbeit mit etcetera.lu a.s.b.l. haben die Grevenmacher Schüler - Albeniz, Ben, Bryan, Gabriel, Isabelle, Nelson, Paulo, Sandy, Steven, Yves, Hélène und Liridona - ein Projekt ausgearbeitet, in dem sie sich und ihre Interessen mithilfe von Fotos (Patrick Galbats) und kurzen Texten (Maryse Lanners) vorstellen. Die Fotos zeigen die Begeisterung der Jugendlichen in ihren verschiedensten Hobbys und Praktika. Zusätzlich wurden die Zukunftsideen der Schüler in einigen Sätzen zusammengefasst. Ziel ist es, die Jugendlichen und ihre Zukunftspläne zu zeigen und ihnen gleichzeitig eine Plattform zu bieten, um sich zu äußern und darzustellen.

Gegen die vorschnelle Vorurteilsbildung

Mit der derzeit in der hauptstädtischen Bahnhofshalle zu sehenden Ausstellung, die gestern Vormittag ihrer Bestimmung übergeben wurde, soll gegen die vorschnelle Vorurteilsbildung in unserer Gesellschaft angekämpft werden. Jeannot Waringo in seiner Eigenschaft als Präsident des CFL-Verwaltungsrates, wertete diese Ausstellung als eine interessante Initiative, die zeigt, dass die „Jugendlichen sich und ihr Leben im Griff haben“. Ferner unterstrich der Redner, dass die CFL im vergangenen Jahr 200 junge Leute eingestellt haben.

Schwierigere Zeiten

Minister Nicolas Schmit seinerseits erinnerte daran, dass auch „Luxemburg derzeit schwierigere Zeiten durchmacht“, unter denen ganz oft die Jugendlichen zu leiden haben. Diese Ausstellung, die täglich von einigen 60.000 Passanten in der Bahnhofshalle wahrgenommen wird, stellt für den Minister eine „Message von Jugendlichen an Jugendliche und darüber hinaus an die ganze Gesellschaft“ dar. Bei der ADEM, so der Minister, müssten die Jugendlichen heute innerhalb von vier Monaten ein Angebot erhalten. Für Nicolas Schmit ist die Ausstellung „Géif dir mir eng Chance ginn?“ ein „kleiner Mosaikstein, der große Auswirkungen haben könnte“.

Die a.s.b.l. etcetera.lu wurde 2010 von einer Gruppe Jugendlicher ins Leben gerufen mit dem Ziel, die jungen Leute zu motivieren, persönliche Projekte anzugehen. Dank der Unterstützung des Programms „Jeunesse en action“ der EU-Kommission und des „Service National de la Jeunesse“ (SNJ) organisiert und kontrolliert die Vereinigung Events, berät die Jugendlichen und bietet einen Mikrofinanzierungsdienst für die Verwirklichung von individuellen Projekten an.www.etcetera.lu