GREVENMACHERMADY LUTGEN

Andy Lamesch, einer der besten Luxemburger Wakeboarder, im „Journal“-Interview

Sein Können hat ihm Profi und Freund Sean O’Brien aus Florida beigebracht. Andy Lamesch, 30, ist leidenschaftlicher Wakeboarder und beim „Ski nautique“ in Grevenmacher lizenziert. Andere Vereine, die die in Luxemburg unübliche Sportart anbieten, gibt es noch in Ehnen, Wasserbillig, Bech-Kleinmacher und Rosport.

Doch was ist Wakeboarding eigentlich? Ein Wakeboard ist ein Wassersportgerät in Form eines Brettes, das an die Füße geschnallt wird, um damit auf dem Wasser zu gleiten. Der Fahrer steht seitlich zur Fahrtrichtung auf dem Brett, während er von einem Boot gezogen wird. Die künstlichen, von einem speziellen Motorboot erzeugten Wellen nutzen die Sportler, um Sprünge, Grabs, Drehungen und andere Tricks auszuführen. Im Interview spricht Andy über die Sportart in Luxemburg und was man zum Tanz auf den Wellen mitbringen sollte.

Wie bist du zum Wakeboarden gekommen?

Andy Lamesch Einer meiner Klassenfreunde hat mich einmal zum Wakeboarden mitgenommen. Ich war sofort in diese extreme Sportart verliebt.

Gibt es viele Wakeboarder in Luxemburg?

Lamesch Nein, leider nicht. Mehr als 600 Leute, die waken, werden es wohl nicht sein. Darunter befinden sich nur etwa 20 Wakeboarder, die regelmäßig fahren. Die Sportart ist noch recht unbekannt und zudem teuer. Eine Fahrt kostet 1,50 Euro die Minute. Mit einer Mitgliedskarte vom Club wird es natürlich billiger.

Hinzu kommt, dass man in Luxemburg nur zwei Monate richtig gutes Wetter hat. Bei Regen kann man nicht gleiten, da das Wasser dann nicht flach genug bleibt. Zu kalt darf es jedoch auch nicht sein. Bei nur zehn Grad fahre ich mit einem Neopren-Anzug. Die Sportart eignet sich nicht für „Pussys“. Die Verletzungsgefahr ist relativ hoch, denn man fällt öfters. Wenn man jedoch durchhält, ist das Gefühl, übers Wasser zu laufen, einfach unbeschreiblich. Die Zahl der Männer, die Wakeboard fahren, liegt weit höher als diejenige der Frauen, vielleicht weil Männer einfach draufgängerischer sind.

Warum hat es dir die Sportart so angetan?

Lamesch Man lernt immer neue Leute kennen, auch im Ausland. In Florida oder Thailand ist das Niveau top. Immer neue Tricks zu lernen, macht einen stolz. Ich finde es auch klasse, anderen Tricks beizubringen.

Kann jeder Wakeboarding erlernen?

Lamesch Ja, man sollte jedoch etwas sportlich sein. Die Sportart ist für jeden erlernbar. Wie schnell man die Tricks erlernt, hängt vom Talent ab. Aber ich kenne auch Wakebaorder, die einfach nur wegen dieses unglaublichen Gefühls fahren. Tricks lernen möchten sie nicht.

Welchen Traum würdest du dir noch gerne
erfüllen?

Lamesch Ich würde gerne eine Wakeboard-Schule eröffnen. Hier in Luxemburg ist dies aber unmöglich. Ich kenne professionelle Wakeboarder im Ausland, aber nur wenige können wirklich davon leben. Für mich persönlich wäre es super, einfach noch viele Jahre fahren zu können und noch viele Tricks landen zu können.


Für 30 Euro kann man beim „Ski nautique Grevenmacher“ einen Schnupperkurs im Wakeboarden absolvieren: www.sng.lu