LUXEMBURG
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„Harmony Falls“: Theater- und Tanzstück nach amerikanischem Vorbild im „Lycée Ermesinde“

Ein Stück US-Unterhaltung vor der eigenen Tür: Im „Lycée Ermesinde“ in Mersch wird nach dem großen Erfolg im Sommer vergangenen Jahres das Stück „Harmony Falls Diner“ wieder neu aufgelegt. Diesmal in einer „Winter Edition“, aber einmal mehr in einer rein aus Schülern des Lyzeums bezogenen Besetzung. Das „The Growlight Company“-Theater-Ensemble des Lyzeums regiert damit auf die rege Nachfrage nach einer Neuauflage der Tanz- und Theatershow im US-Stil.

Am Anfang war die Jukebox

Das bedeutet: Reichlich Rockabilly-Hits, bekannte Film-Sprüche und ein Retro-Stil im Look der USA in Höchstform. Während der fast zweistündigen Showeinlage gibt es sogar etwas zu Essen - ein Resultat des Settings, das ein Rollschuh-Diner der Fünfziger imitieren will. Inklusive leichtem Disco-Feeling, versteht sich. Die Zuschauer werden damit auch Teil der Show: Die Schauspieler selbst servieren während dem Stück auf Rollschuhen Drinks und Burger und geben Tanz-Choreographien ab - alles Teil des Programms. Das Essen stammt übrigens von den Catering- und Streetfood-Experten von „Foodriders“. Das Stück wurde von der Schauspielerin Seja Rockel zusammen mit der Choreographin Nathalie Moyen entworfen. Sie sind auch als Lehrer am „Lycée Ermesinde“ aktiv und entwarfen so gemeinsam mit den Schülern alles vom Bühnenbild über die Beleuchtung, die Werbeplakate bis hin zu kleinen Details des Spektakels zusammen. „Die Grundidee stammt von einer Jukebox“, erklärt sie. „Darüber sind wir auf die Musik der Fünfziger und dann weiter auf bekannte Film-Monologe gekommen.“ Insgesamt könne aber jeder Teilnehmer seinen Teil zum Projekt beitragen.

Regie führen die beiden Lehrerinnen deshalb auch gemeinsam; Nathalie Moyen ist für den Tanz, Seja Rockel für das Schauspiel verantwortlich. Aufgeführt wird das Stück im Theatersaal des Lyzeums, Bühnenbild, Inszenierung und Beleuchtung werden dadurch durchgehend von den Schülern des Theater-Ensembles hergerichtet, in den Hauptrollen finden sich auch ausschließlich Schüler. Aktiv schauspielern tun demnach 22 Schüler, fünf weitere kümmern sich um die Technik - Bild, Ton, Licht. „Unser Ziel ist es, ein echtes, professionelles Programm zu bieten“, meint Rockel. Das gelinge ganz gut - auch aufgrund der mehrstündigen Theater-Schulstunden jede Woche. Vor der Aufführung würde die Anzahl der Proben entsprechend weiter steigen. Mit einem klaren Resultat: „Die Schauspieler sind ebenso gut wie die Technik.“ Das hat sich denn auch anhand des Erfolges bei der ersten Aufführung im Juni bemerkbar gemacht: „Wir hatten ein Mega-Feedback, deshalb haben wir uns entschlossen, das Programm ein weiteres Mal zu bringen“, erklärt die Lehrerin.

Nach dem beträchtlichen Erfolg im vergangenen Jahr ist die Produktion damit die erneute Chance, ein ziemlich einmaliges Schülertheater-Erlebnis zu besuchen. Damit es für Zuschauer, welche das Stück ein zweites Mal besuchen wollen, spannend bleiben soll, haben die Macher zudem die ein oder andere Überraschung in der „Winter Edition“ untergebracht - darunter auch neue Songs und neue Charaktere.

Die Aufführungen sind an diesem Freitag, den 18. Januar um 12.00 (bereits vollständig ausgebucht) sowie jeweils am 19., 25. und 26. Januar um 19.30. Aber: „Es wäre besser, wenn man sich anmeldet“, meint Rockel. Reservationen werden per Mail unter booking@lem.lu entgegen genommen. Der Eintritt kostet 15 Euro für Studenten und 25 Euro für Erwachsene - im Preis inbegriffen sind aber immerhin auch das Essen, wahlweise Burger oder Veggie Burger sowie Pommes-Frites und Ice-Tea.

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