LUXEMBURG
NICO PLEIMLING

Am Wochenende findet in Luxemburg die Kicker-WM statt

Am Freitagmorgen fällt um 9.30 der Startschuss zur Kicker-Weltmeisterschaft, welche in der Coque auf dem Kirchberg ausgetragen wird. Bei der Veranstaltung werden drei Teams aus Luxemburg teilnehmen, eine Herren- und eine Damenmannschaft, sowie ein Veteranenteam. Im Großherzogtum wird derzeit in zwei Divisionen Kicker gespielt, es gibt 20 Clubs, in denen über 525 aktive Spieler eingetragen sind. Davon sind derzeit sechs Spieler in den Top 20 der Welt gelistet.

Nationaler Kicker-Verband seit 1964

Dass so viele Spieler aus Luxemburg ein solch ausgezeichnetes Ranking haben beruht eventuell auf der Tatsache, dass es hierzulande seit 1964 einen Kicker-Verband gibt. Allerdings dauerte es bis zum 26. März 1976, bis der Tischfußball im Großherzogtum als Sport anerkannt wurde. Im Vergleich mit unseren deutschen Nachbarn ging es dann aber trotzdem noch recht schnell: Dort dauerte es bis 2010, bis der Drehstangenfußball als Sport anerkannt wurde.

Am 5. März 1980 ist der Kicker-Verband dem „Comité Olympique et Sportif Luxembourgeois“ (COSL) beigetreten. Im gleichen Jahr hatte Luxemburg die Präsidentschaft der „European Table Soccer Union“. Anschließend dauerte es bis 2006, bis der Luxemburger Verband Mitglied der Internationalen Tischfußballföderation wurde.

Die meisten Tischkicker fangen in der Kneipe an, viele legen sich irgendwann ein Spielgerät für zu Hause an. Abseits der Bars hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in vielen Ländern ein Leistungssport mit Ligen und Meisterschaften entwickelt. Die verschiedenen Clubs haben dann auch alle ein Lokal, in dem sie ihre Heimspiele gegen die anderen Teams ihrer Liga bestreiten und sind nach dieser Kneipe benannt.

Einige internationale Tischfußball-Regeln

Wenn die Turnierleitung nicht anders entscheidet, besteht eine Partie aus drei Gewinnsätzen. Jeder Satz geht bis fünf Tore. Wird der fünfte Satz ausgetragen, wird für einen Sieg außerdem ein Vorsprung von mindestens zwei Toren benötigt. Spätestens mit dem achten Tor ist dieses letzte Spiel dann beendet. Ein Ball, der die Torlinie überschreitet, wird als Tor gewertet, auch wenn er wieder aus dem Tor heraus kommt. Nach einem Tor erhält die Mannschaft das Auflagerecht, gegen die ein Tor erzielt wurde.

In Anwesenheit von Sportminister Romain Schneider, Gesundheitsministerin Lydia Mutsch, der hauptstädtischen Bürgermeisterin Lydie Polfer und der Sportschöffin Simone Beissel unter anderem findet am Freitag um 18.30 die Eröffnungszeremonie des Turniers statt.


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