LUXEMBURG-LIMPERTSBERG
PATRICK WELTER

Der Neubau des Don Bosco-Heimes für Flüchtlinge kommt gut voran

Von Grundsteinlegung konnte nun wirklich keine Rede sein, es war eher ein vorweg genommenes Richtfest, das gestern im Rohbau des „neuen“ Don Bosco-Heims in Luxemburg-Limpertsberg gefeiert wurde. Entsprechend schwangen Infrastrukturminister François Bausch und Familienministerin Corinne Cahen nicht die Maurerkelle, sondern zogen symbolisch zwei Schrauben einer Erinnerungstafel an.

Zeit für eine menschenwürdige Unterbringung

Minister Bausch betonte, dass der Neubau des seit den 1960ern bestehenden Don Bosco-Heims dringend notwendig sei, die jetzigen Lebensumstände seien „menschenunwürdig“. Der Minister lobte nicht nur den schnellen Baufortschritt, sondern auch die ökologische Konzeption des Gebäudes. Sieben Prozent der erwarteten Gesamtkosten von 9,9 Mio. Euro werden vom Flüchtlingsfonds der EU getragen. Corinne Cahen, als Familienministerin auch für Integration zuständig, freute sich sichtlich, eine „Grundsteinlegung“ im fast fertigen Rohbau vornehmen zu können. Das Don Bosco-Heim wird weiterhin als erste Anlaufstelle für neu eingetroffene Flüchtlinge und Asylbewerber dienen. Der Betrieb liegt in den Händen des luxemburgischen Roten Kreuzes. Bis zu 120 Bewohner sollen laut Ministerin dort für maximal zwei bis drei Monate untergebracht werden, bevor sie eine andere Unterkunft im Land erhalten.

Ministerin Cahen betonte noch einmal, dass Luxemburg bei der Aufnahme von Flüchtlingen, umgerechnet auf die Zahl der Einwohner, einen Spitzenplatz in Europa einnimmt.

Fertigstellung bis 2015

Die Bauarbeiten neben dem alten Gebäude haben im September 2013 begonnen. Mitte 2015 soll das neue Heim, das von der Architektin Tatiana Fabeck konzipiert wurde, bezugsfertig sein. Auf einer Fläche von 2.800 Quadratmetern und vier oberirdischen Geschossen (plus Kellergeschoss) werden 59 Einzel- und Familienzimmer, Aufenthaltsräume, Küche, Speisesaal etc..

Nach Fertigstellung des Neubaus soll das alte Don Bosco-Haus abgerissen werden.