CLAUDE KARGER

Im „forum“ sinniert einer lesenwerterweise über das Rumoren in den Innereien der großen „Volksparteien“. Bei der LSAP spornte ja rezent ein Papier der „Fondation Robert Krieps“ die Überlegungen an, bei der die derzeitige Regierungsbeteiligung und der „starke Mann“ Etienne Schneider ziemlich schlecht wegkommen. Die CSV unternimmt derweil allerlei Umfragen und Untersuchungen, jedoch: „Ohne aber die Vergangenheit zu analysieren und sich den Gründen zu stellen, die die CSV ins Abseits geführt haben, scheint es schwer vorstellbar, dass der Partei ein Neustart gelingt“, meint der „forum“-Analytiker, der der „formal einzig auf der katholischen Soziallehre“ stehenden Partei schwere Zeiten prophezeit. Eine Verortung, die mit der Modernisierung und Säkularisierung der Gesellschaft ständig an „Sprengkraft“ gewinne. Die Entschärfungsversuche eines JCJ über 35 Jahre hätten dazu geführt, dass die Partei „programmatisch jetzt praktisch entkernt ist“. Und nun haben auch noch welche bewiesen, dass sie gesellschaftliche Mehrheiten auch ohne CSV organisieren können - siehe Abkommen mit den Glaubensgemeinschaften. Ohne klares Programm, Personal und „Geld, es im Falle einer Regierungsbeteiligung allen Recht zu machen“, werde es eng für die CSV, meint der Autor. So ein Schwarzseher aber auch.