LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Zwei Architekten-Unternehmer-Teams gewinnen Baulückenwettbewerb der Stadt Luxemburg

Indem sie Grundstücke aus ihrem Besitz zur Verfügung stellt, möchte die Stadt Luxemburg aktiv zu einem abwechslungsreichen, zeitgemäßen und erschwinglichen städtischen Wohnraum-Angebot für junge Haushalte bis hin zu Familien mit mehreren Kindern beitragen. Die Stadt Luxemburg besitzt eine Reihe von Grundstücken, die Baulücken genannt werden. Diese Terrains sind klein bis mittelgroß und liegen im Herzen von verschiedenen Stadtvierteln.

Die Baulücken-Formel wurde 2006 geboren und wurde bislang nur zum Verkauf bestimmte Wohnungen angewandt. In diesem Jahr wurde die Formel erstmals auch auf zur Vermietung bestimmter Wohnungen ausgedehnt: Von den acht zur Diskussion stehenden Bauvorhaben sind fünf für Mietwohnungen und drei für Eigentumswohnungen bestimmt.

Zwei Preisträger

Was nun den Baulücken-Wettbewerb betrifft, so hatten 24 Teams von Architekten und Unternehmen ihre Kandidatur gestellt, fünf wurden aufgefordert, ein Projekt auszuarbeiten und vier reichten schließlich ein Vorhaben ein. Der erste Preis des Wettbewerbs geht an das Team „HSA - Heisbourg Strotz Architectes“ mit dem Bauunternehmer Stugalux Construction S.A., während das Team „Romain Hoffmann Architectes et Urbanistes s.à r.l.“ mit dem Bauunternehmer „Cialux s.à r.l.“ den zweiten Preis bekam.

Acht Baulücken

Das Projekt des Preisträgers wurde für folgende Grundstücke zurückbehalten: 354, Rue de Neudorf (Mietwohnungen), 137-143, Rue Jean-François Boch (Mietwohnungen), 144-148- Rue de Hamm (Eigentumswohnungen), 247, Rue de Neudorf (Mietwohnungen) und 16-18, Rue de Vauban (Eigentumswohnungen).

Das Bauvorhaben des Gewinners des zweiten Preises wird auf folgenden Baulücken verwirklicht: 81, Rue Auguste Liesch (Mietwohnungen), 76-90, Rue du Grünewald (Mietwohnungen) und 22-30, Rue des Celtes (Eigentumswohnungen).

Die beiden Sieger-Teams des Baulückenwettbewerbs wurden von einer eigens eingesetzten Jury unter dem Vorsitz der Architektin Carole Schmit ermittelt. Neben Bürgermeisterin Lydie Polfer gehörten die Stadt-Architekten Martine Vermast und Sonja Gengler, Thierry Kuffer von der Finanzdirektion der Stadt Luxemburg, Architektin Diane Dupont vom Wohnungsbauministerium, Architekt Patrick Waller von der Gemeinde Mamer, Roby Eischen von „Goblet Lavandier et associés“ sowie drei Vertreter des „Ordre des Architectes et Ingenieurs-Conseils“ (OAI) der Jury an.

Bis 2018 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein, wie bei der Vorstellung der Wettbewerbs-Gewinner zu erfahren war. Es sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass die Stadt Luxemburg die Grundstücke im Rahmen eines Erbpachtrechtes für die Dauer von 99 Jahren zur Verfügung stellt.

Bis zum 16. Dezember sind die Projekte des Baulücken-Wettbewerbs 2014 in „Bâtiment Rocade“ der Stadt Luxemburg (3, Rue du Laboratoire) ausgestellt. Geöffnet ist die Ausstellung von montags bis freitags von 8.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 17.00.