LUXEMBURG
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Podiumsdiskussion zum Thema „Airplay“ am kommenden Montag in den Rotondes

Die Mail eines Mitglieds der „Fédération Luxembourgeoise des Auteurs et Compositeurs“ (FLAC) war der Startpunkt einer Podiumsdiskussion, die die Vereinigung am kommenden Montag in den Rotondes zum Thema „Airplay“ organisiert. In dieser Mail erklärte der Musiker, dass er das Gefühl habe, seine Musik würde von den lokalen Sendern abgelehnt werden. Der FLAC-Musiker hatte nämlich seine CD an ein paar Radios geschickt, eine Reaktion blieb dann aber aus. Außerdem vertrat der Musiker die Meinung, dass sowieso zu wenig Musik aus Luxemburg von den luxemburgischen Sendern gespielt würde.

Die FLAC versammelt am Montag, den 13. Juni unterschiedliche Akteure an einen gemeinsamen Tisch: Musiker, staatliche und private Radiosender, Exportbüro, Ministerien. Hauptziel der Diskussion sei es, eine Bestandaufnahme zu machen, erklärt Musiker, Komponist und FLAC-Mitglied Joël Heyard.

Der Luxemburger sitzt in der Bar der Rotondes, hundert Meter vom Raum entfernt, wo er und Maxime Bender am Montag die Argumente der FLAC vorstellen werden. „Die luxemburgischen Musiker werden einfach zu wenig im Radio gespielt“, betont Heyard. Am Ende der Runde sollen Ergebnisse vorliegen, wie man die aktuelle Lage für die in Luxemburg, speziell in den Bereichen Rock und Pop, arbeitenden Komponisten verbessern kann.

Professionelle Strukturen

Vor Jahren haben Musiker und Bands ihre Aufnahme in einen Umschlag gepackt, an die Sender geschickt und dann darauf gewartet, dass der Moderator oder Programmchef sich bei ihnen meldete. Zwar würden auch heute noch ein paar Kollegen diesen Weg gehen, allerdings hätten die meisten eingesehen, dass sie auf professionelle Strukturen wie Agenturen zurückgreifen müssten, die sich ums Marketing kümmern, betont Heyard.

Agenturen, die nicht nur versuchen, die Aufnahmen an die Sender zu bekommen, sondern sich zum Beispiel auch um die Pressearbeit kümmern. Die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion sollen gemeinsam nach Lösungen suchen, damit luxemburgische Produktionen nicht nur ab und an aus den Boxen kommen. Es fehle einfach auch in Luxemburg an Strukturen, an die sich Musiker wenden können, damit die Kompositionen auf den Äther kommen, erinnert das FLAC-Mitglied.

Luxemburgs Radiolandschaft ist nicht mit denen in den Nachbarländern zu vergleichen, wo es zahlreiche lokale Sender gibt, die lokale Bands auf ihre Playlist nehmen. Nationale Sender würden im Ausland sogar den Zuhörern die Möglichkeit bieten, auf der Internetseite die MP3s unbekannter Musiker anzuhören, erzählt Joël Heyard.

Man müsse sich natürlich ebenfalls die Frage stellen, ob die internationale Hörerschaft der Sender sich überhaupt für die Kompositionen aus Luxemburg interessiere, unterstreicht Heyard.


Podiumsdiskussion „Airplay - La diffusion de la musique luxembourgeoise sur les radios nationales“ der „Fédération Luxembourgeoise des Auteurs et Compositeurs“(FLAC) moderiert von Céline Agnès und Patrick Versall am Montag, den 13. Juni um 19.00 in den Rotondes www.flac.lu - www.rotondes.lu