Sogar die „Süddeutsche“ hat inzwischen spitzgekriegt, dass in Luxemburg „nicht alles zum Besten“ steht, habe Juncker doch jüngst einen „Misstrauensantrag wegen einer lange zurück liegenden Spionage-Affäre überstehen“ müssen. Ansonsten beschreibt der passenderweise „Aus der Zeit gefallen“ überschriftete Artikel die Leiden des Premierchefs, der nun „umso heftiger“ leide, „weil die großen Euro-Nationen ihn aus seinem Amt“ als Eurogruppenchef herausgedrängt haben.
Habe er früher als idealer Vermittler zwischen Deutschen und Franzosen gegolten, so habe er mit dem Auftauchen des Traumpaars Merkozy „plötzlich wie ein aus früheren europäischen Jahren übrig gebliebenes Fossil“ ausgesehen. Mit Juncker fühle man sich hingegen in die Zeiten versetzt, als die Herren „Zigarren qualmend in dicken Ledersesseln Absprachen trafen und sich dazu einen Whiskey genehmigten“. Oder „auf der Suche nach Essbarem und Trinkbarem nach nächtelangen Debatten die Kühlschränke in den Delegationsbüros plünderten“. Auf die europäische Bühne zurückkehren will der Premierchef indes nicht mehr: „Zu viel Verbitterung hat sich über die Jahre angesammelt“. Da hilft nur noch ein Magenbitter...


