CLAUDE KARGER

Ziemlich kriegerisch aufgelegt scheint der „Wort“-Wochenrückblicker gewesen zu sein, der am Samstag gleich die schwere Artillerie auspackte: „Der Politmonitor wird zum Pearl Harbour für Gambia“. Na, die Auftraggeber der Umfrage, darunter das „Wort“ selbst, werden sich über die Assoziation mit einer WW2-Achsenmacht freuen, nicht? Dass die Opfer des Angriffs am Ende siegten ist bekannt. Und dass Gambia ein armes westafrikanisches Land ist, dass nun auch noch die Ebola-Plage zu meistern hat? Das scheint sich im heimischen Blätterwald noch nicht überall herum gesprochen zu haben, sonst würde nicht so sehr auf Gambia drauf gehauen. Das „Bashing“ der CSV gegen den Finanzminister indes wurde nun einem „t“-Kommentator zu bunt. Seine Analyse: „Die CSV befindet sich in einer ungemütlichen Lage. Ihr Held von gestern steckt bis zum Hals in der Affäre. Und mit ihm die Partei, die bis vor einem Jahr noch den Finanzminister stellte, denselben, der dem Vernehmen nach das Tax-Ruling-System in seiner Amtszeit so richtig zum Erblühen brachte. Und wenn Lux-Leaks an den Tag brachte, dass in der Steuerverwaltung 1 (ein) Mann Hunderte Ruling-Abkommen unterzeichnete, dann geschah auch dies unter CSV-Herrschaft. Was tun als Opposition in derlei ungemütlicher Situation? Richtig. Nicht den Ball, sondern den Spieler spielen“. Dem ist nichts hinzu zu fügen.