KÖLN
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Trends bei Sweets und Snacks - ein kleiner Rundgang über die Internationale Süßwarenmesse

Jahr für Jahr sorgt die Süßwarenwirtschaft mit einer Fülle von attraktiven Formen und Farben, von neuen Geschmacksrichtungen und ungewöhnlichen Innovationen für Abwechslung in den Handelsregalen. Auch in diesem Jahr mangelt es der Branche nicht an Ideen, wie die 45. Internationale Süßwarenmesse (ISM - noch bis zum 4. Februar 2015 in Köln) verdeutlicht. Viele der mehr als 1.500 Anbieter aus 65 Ländern haben interessante Neuheiten im Gepäck. Die Branche stellt sich auf die Wünsche ihrer Kunden ein und bietet ein breites Angebotsspektrum an Schokolade- und Zuckerwaren, Feinen Backwaren, Knabberartikeln und Snacks für jeden Geschmack.

Im original Pizzakarton

Für ein farbenfrohes Bild in den Messehallen sorgen dabei stets die Hersteller von Zuckerwaren, Fruchtgummis, Bonbons und Kinderartikeln. Nicht nur, dass Fruchtgummifiguren dank der innovativen 3D-Technik jetzt noch plastischer daher kommen, es lassen sich aus Fruchtgummi und Schaumzucker auch „süße“ Pizzen im original Pizzakarton oder Kebap-Spieße nachbilden. Neben der Candy Pizza mit Ei und Schinken sorgt etwa die neue Dschungel Pizza mit Fruchtgummi-Schlangen, Spinnen, Eidechsen und dergleichen mehr als Belag für das richtige Feeling zum entsprechenden TV-Hype. Aber auch Cupcakes und lustige Bauernhoftiere kann man jetzt als Schaumzucker und Fruchtgummi verzehren. Die Kinder haben ihre Freude daran, ebenso wie an farbenfrohen blauen Schaumzucker-Fruchtgummimäusen mit prickelnder Brausehülle oder an Bonbons, die dank der Knisterbrausegranulate im Mund „explodieren“. Trinkt man dazu ein warmes oder kaltes Getränk, wird der sensorische Effekt noch verstärkt, und das Knistern geht erst richtig los. Ungeachtet der spielerischen Formen werden die großen Trends wie Natürlichkeit, Clean Label oder Zusatzfrei auch von der Zuckerwarenbranche berücksichtigt. Färbende Lebensmittel, die inzwischen auch starke und poppige Farben bei den Lebensmitteln erzeugen, sind ebenso im Einsatz wie Vitamine und echte Fruchtsäfte. Mit dem Verzicht auf Gelatine antworten immer mehr Hersteller auf den „Veggie-Trend“, und es erscheinen auch Alternativen ohne Glucose, Fructose oder Kristallzucker neu auf dem Markt.

„Oma’s Küche“

Individualisierung ist gerade bei den Schokoladen groß im Kommen, wobei die Hersteller diesen Internet-Trend jetzt auch auf den Handel übertragen wollen, etwa mit Schokoladen, die mit individuellen Wünschen und Sprüchen der Verbraucher bedruckt werden. Kinder und Erwachsene soll ein Bastelset ansprechen, mit dem die Schokoladenbilder zu Hause selbst ohne großen Aufwand hergestellt werden können. Und der 3D-Druck von Schokolade wird derzeit von einem großen US-Schokoladenunternehmen, das auf der ISM vertreten ist, erprobt. Den Geburtstagskuchen können künftig Schokoladen-Zahlen mit Kerzen darauf zieren. Naturbelassenheit, Natürlichkeit und eine Vielzahl von neuen glutenfreien Produkten -jetzt auch erstmals als Kinder-Cookies mit Tierformen -prägen die jüngsten Entwicklungen im Gebäcksektor, der auf Nostalgie und Gefühle setzt. So kommt hier die Herzform verstärkt zum Einsatz, ob bei Zwieback-Herzen mit Nougatcreme, bei Lebkuchen oder sogar bei Russisch Brot mit rosa Glasur. Hersteller bringen die Heimeligkeit von „Oma’s Küche“ ins Spiel, und Märchenkekse werden mit Märchengeschichten gewürzt. Als Cookie-Bastelsatz gibt es witzige Samurai-Weihnachtsmänner oder den Lebkuchenmann-Ninja. Auch Bio und Fairtrade sind in allen Süßwarenkategorien angesiedelt, so auch im Backwarensegment mit dem neuen veganen Bio-Fairtrade-Quinoa-Doppelkeks mit Zartbittercreme.

Trockenfrucht, exotische Beere, Nüsse

Ob klassische Trockenfrucht, exotische Beere, Nüsse oder Fruchtgranulate -Süßwaren mit natürlichen Fruchtzutaten sind beliebter denn je. So demonstriert die Sonderschau Power Fruits in Halle 10.1 im Rahmen der Zuliefermesse ProSweets Cologne die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der natürlichen Inhaltsstoffe wie Aronia, Granatapfel, Cranberries, Acai- und Goji-Beeren in Schokoladen, Bonbons oder Snacks und Müslis mit Beeren, ungesüßten Trockenfrüchten und Nüssen. Regionalität und Bezug zu den bäuerlichen Erzeugern in Verbindung mit exotischen Gewürzen und Geschmacksrichtungen wie Currywurst, Salsa de Brasil oder Cheeseburger sowie neuartige Herstellungsverfahren haben die salzigen Snacks zur Süßwarenkategorie mit der größten Dynamik in jüngster Zeit gemacht.

Die Bandbreite der ursprünglichen, im Ofen beziehungsweise im Kessel gebackene Chips, Nüsse aus besonderen Anbaugebieten und verschiedene Edelnusssorten sowie innovative Gemüsechips halten hier das Interesse der Verbraucher weiter sehr hoch. Kartoffelchips mit getrockneten Tomaten oder hauchzarter roter Bete schlagen die Brücke zu den immer beliebter werdenden Gemüse-Varianten. Denn die Verbraucher schätzen inzwischen neben Apfelchips auch typisch britische „Roots“ aus Karotte, Rote Bete oder goldgelber Pastinake, und sie können sich jetzt auf völlig neuartige Chips aus Wirsing freuen, die es in den Sorten Cheesy Paprika, Sour Cream und Italian Herbs in Köln zu bestaunen gibt. Die Ursprungsländer werden bei den Nüssen betont, etwa Erdnüsse aus Südamerika, ausgewählte Cashews aus Kerala oder Persische Pistazien.

Mehr Informationen rund um die Messe gibt es auf www.ism-cologne.de