FINDEL
CORDELIA CHATON

Luxair hat seine eigene Strategie, um den Markt gegen Konkurrenten zu verteidigen

Die Luxair hat es nicht einfach, denn zahlreiche ausländische Konkurrenten kommen auf den Findel und machen ihr die gleichen Strecken streitig. Wie geht sie damit um? Das ist nicht ganz einfach für die Fluggesellschaft. Die Situation ist immer noch schwierig. Denn der Findel ist ein sehr attraktiver Flughafen. Der Standort wächst beharrlich mit 20 Prozent in 2016/2017 und zwölf Prozent 2017/2018. Das zieht die Konkurrenz an, sowohl auf Seiten der normalen Fluglinien als auch bei den Billigfluglinien.

Luxair selbst sieht sich gleichermaßen als heimische Linie und regionale Airline. „Wir sind sowohl Nischenplayer als auch zuverlässige Qualitätsairline“, versichert Joe Schroeder, Kommunikationsmanager der Luxair. In ihrem Selbstverständnis ist die Luxair nationale Fluggesellschaft und die Airline der Großregion. Das zeigt sich bei den Kunden: Vereinfacht gesagt kommen 40 Prozent aus Luxemburg, weitere 40 Prozent aus Frankreich, zehn Prozent aus Deutschland und nochmal genauso viele aus Belgien.

Der Marktanteil bei Passagieren liegt bei Luxair/LuxairTours um die 52 Prozent. Luxair sichert seine Rentabilität dadurch, dass das Unternehmen über die Hälfte des Marktes bei Passagieren im Transit am Flughafen verfügt. „Diesen Anteil werden wir verteidigen“, versichert Schroeder. Das soll durch hohe Frequenzen geschehen, die den Passagieren eine ebensolche Flexibilität ermöglichen. So fliegt Luxair bis zu 40 Mal pro Woche London City Airport an, täglich also sechs bis sieben Mal. Auch Mailand, Paris, Genf oder Kopenhagen stehen regelmäßig auf dem Flugplan. Dabei achtet Luxair laut Schroeder auf die besten Flugzeiten, sowohl für Geschäfts- als auch Privatkunden. Darüber hinaus fliegt Luxair bevorzugt zentrale Flughäfen an. „Wir bringen die Passagiere ins Zentrum, schnell, bequem, entspannt und sicher“, unterstreicht Schroeder. Ein weiterer wichtiger Faktor ist Flexibilität, aber auch Investitionen in die verschiedensten Bereichen, von Digitalisierung bis hin zur Prozessoptimierung.

Durch eine flexible und attraktive, transparente Preispolitik will Luxair sich die Konkurrenz vom Hals halten. „Ein umfangreiches Angebot mit einem großem Netzwerk gehört für uns ebenso dazu wie Service, Qualität, Flexibilität, und Verantwortung“, hebt Schroeder hervor. „Wir kümmern uns.“ So hat Luxair beispielsweise ein Disruption-Team ins Leben gerufen, welches bereitsteht, um eventuelle Situationen - sei es Verspätungen oder Annullierungen aus verschiedensten Gründen von Wetter bis Streik -  schnellstmöglich im Sinne des Kunden zu regeln. Das funktioniert auf zwei Ebenen: Ein Team stellt sicher, dass der Flugbetrieb schnellstmöglich wieder hergestellt wird, ein zweites Team kümmert sich um die Passagiere, um diese zu betreuen, eventuell Flüge umzubuchen, alternative Transportmöglichkeiten oder Hotels zu finden. „Wir haben eine gesunde Größe, die uns die Möglichkeit gibt, uns schnell an Situationen anzupassen und zu reagieren. Dies gilt auch für unser Fluggerät, das flexibel einsetzbar ist“, erläutert Schroeder.

Er hebt hervor: „Dass wir uns anpassen und Situationen trotzen können, haben wir in unserer langen Unternehmensgeschichte schon oft bewiesen und beweisen müssen.“ Die Airline besteht schon seit 1961 (Erstflug 1962). Aber auch für unsere anderen Geschäftsbereiche gilt diese Erfahrung. Ab 1962 haben Luxair-Mitarbeiter die Passagier- und Vorfeldabwicklung geleistet. Ab 1968 wurde das Frachtgeschäft und die Tourismussparte umgesetzt. „Wir haben bis dato immer Nischen erkannt und unsere Möglichkeiten genutzt. Heute ist das 4 Businessbereich Konzept ein ideales Konzept für Sicherheit und Stabilität, sowie Garant für unsere hohe Qualität“, ist Schroeder überzeugt.

Auch das leibliche Wohl spielt eine Rolle. „Wir betreiben unser eigenes Catering, das rundum die Uhr alle auf unseren Flügen servierten Gerichte frisch zubereitet. Bei Luxair/LuxairTours bekommt der Kunde ein Sorglospaket“, bemerkt Schroeder abschließend.