CLAUDE KARGER

Dass die Regierung zur „Rentrée“ ein „volles Programm“ erwartet, wie die Samstags-Leitartiklerin im „Wort“ schrieb, daran besteht seit Monaten kein Zweifel mehr. Budget-aufstellung mit Blick auf das bis 2018 ins Auge gefasste Haushaltsgleichgewicht, Vorbereitung der Referenden im ersten Halbjahr 2015, administrative Vereinfachung, sektorielle Pläne, Kampf gegen die Arbeitslosigkeit... „Das Arbeitspensum im Herbst ist beachtlich, will die Regierung es bewältigen, muss sie die Ärmel hoch krempeln“. Nur gut, dass das längst geschehen ist. Auch wenn sich die Minister in den letzten Wochen ein wenig hemdsärmelig zeigten: Hinter den Kulissen wird „gewuddert“. Denn viel Zeit bleibt nicht. Schon gar nicht für parteipolitische Schwarzer-Peter-Spielchen, wie sie das „Land“ vermutet: „Die Regierung scheint sich einig, dass sie einige hundert Millionen Euro an Steuererhöhungen und Einsparungen aufbringen will. Sie scheint sich auch weitgehend, aber eben noch nicht endgültig einig, auf wessen Kosten, das heißt auch auf Kosten wessen Wahlklientel, sie es tun will“. Besonders die Genossen führten deshalb seit Tagen einen „merkwürdigen Eiertanz“ auf. Aber hatte nicht Kamerad Vizepremier jüngst angekündigt, dass sich jeder im Ländchen an der Budgetkonsolidierung beteiligen müsse? Dann können die Genossen wohl kaum aus der Reihe tanzen.