PASCAL STEINWACHS

Und da sage noch einer, das Großherzogtum gehöre zu den reichsten Ländern der Welt, wenn der Staat im vergangenen Jahr für „412.827 Versicherte“ gerade einmal „3,6 Millionen Euro für Rentenbeiträge ausgegeben“ hat, wie das „Tageblatt“ gestern exklusiv auf seiner Seite 3 zu berichten wusste, so dass jeder Versicherte also gerade einmal 8,72 Euro erhalten hat. Eine wahrliche Schande, die sich BlauRotGrün da wieder erlaubt hat, kann man sich mit 8,72 Euro doch nicht einmal mehr den US-Playboy kaufen, aber den dürfte demnächst ohnehin keiner mehr erwerben, da dieser in Zukunft weniger Haut zeigen will, wie gestern bekannt wurde. In so einer Welt, wo nicht einmal mehr die Mädels sich ausziehen dürfen, möchte die „Opgepikt“-Redaktion jedenfalls definitiv nicht leben, never ever niemals.

Da loben wir uns doch die Erzbistumszeitung: Nicht weil diese plötzlich auf Barbusigkeit und Untenrumnixheit setzen würde, sondern weil sie gestern auch ihrer Leserschaft, die keinen Zugang zum Geheim-„Wort“ (WORT+) hat, einen Blick hinter die Kulissen der Chamber erlaubte, und dort soll es zuweilen ja fast so lustig wie in der Playboy-Redaktion zugehen. Kein Wunder also, dass Kammerpräsident Di Bartolomeo den „Job sehr gerne“ macht. Nur Hofmarschall wäre schöner...