DIEKIRCH
PIERRE MATGEN

Die luxemburgische Armee feiert ihren Schutzheiligen Sankt Martin

Sankt Martin ist der Schutzheilige der Armee. Deshalb findet alljährlich am Sankt Martinstag auf dem Herrenberg eine Feier statt, bei der ein Rückblick der Aktivitäten im zurückliegenden Jahr und ein Ausblick auf die Zukunft der Armee gemacht werden. So auch gestern, wo bei nasskaltem Wetter die Truppen auf dem Diekircher Unabhängigkeitsplatz aufmarschiert waren.

Nach der Ankündigung eines Generalstab-Wechsels vergangene Woche, laut dem der amtierende Armeekommandant General Mario Daubenfeld am 1. Dezember durch den jetzigen Kommandant des Instruktionszentrums Colonel Romain Mancinelli ersetzt wird, nutzten die Redner die Gelegenheit, um dem scheidenden General für dessen Verdienste zu danken.

Nach dem Abschreiten der Truppen zählte Romain Mancinelli die vielfältigen Auslandseinsätze auf. Dabei unterstrich er, dass 100 Soldaten für eine Sondermission, das „Groupement tactique“ in der EU, abgestellt wurden und bei Bedarf innerhalb von fünf bis zehn Tagen einsatzbereit sein müssen. Schließlich zeigte er sich erfreut über die Erneuerung des Materials und der Infrastrukturen, die gut voranschreite.

Armee soll attraktiver werden

Anschließend sprach Armeeminister Etienne Schneider zu den Soldaten. Er unterstrich, dass die Armee ein wichtiger Teil der Luxemburger Außenpolitik ist. Leider sei die Welt nicht sicherer geworden, so dass die Luxemburger Armee im Rahmen ihrer internationalen Verpflichtungen jetzt besonders gefordert sei, unterstrich der Minister. Durch Investitionen und durch Reformen solle die Attraktivität der Armee erhöht werden. Zu den Investitionen gehören der Einsatz des Flugzeuges Airbus A400 M 2019, die Fertigstellung des neuen Logistikzentrums 2015, die Modernisierung der Kaserne und das Projekt eines Kommunikations-Satelliten in Zusammenarbeit mit der SES. Armeeminister Schneider zufolge sind dies vor allem Investitionen, die auch der Luxemburger Wirtschaft zugute kommen. Schließlich wünschte er dem neuen Armeekommandant viel Glück bei seiner neuen Aufgabe.

Nach dem Abspielen der Nationalhymne defilierten die Truppen vor der Ehrentribüne, wo auch Vertreter der belgischen und der niederländischen Armee Platz genommen hatten.