CLAUDE KARGER

Nachdem Ex-Wirtschafts- und Betonminister Roby Goebbels am vergangenen Mittwoch im „t“ den Mut des grünen Staatssekretärs im Umweltministerium in Sachen Asphaltfabrik Monkeler gelobt hatte, kam er am Samstag auch im „Wort“ noch einmal groß raus. „Die Debatte um das Asphaltwerk ist nur ein Fallbeispiel für eine gewisse Feigheit der Politik“, prangert der Europaparlamentarier an, eine Feigheit, die „quer durch den Partei-Gemüsegarten“ gesät sei, also auch in der eigenen Partei. Obergenosse Bodry hat zwar noch nicht auf die Piekserei reagiert - er befasst sich dieser Tage eher mit dem Wesen der Düdelinger: „Diddelenger bass de wanns du wees wou d’Geeselach, den Schäisseck an Cungselach ass!“, postete er etwa am Samstag auf Facebook. Die goebbels‘sche Anti-NIMBY-Lektion sorgt derzeit sicher vor allem bei den sozialistischen Gemeindefürsten aus Esch, Schifflingen und Monnerich für Gespräch. „In meinen Augen sind die Politiker aber gerade dazu da, Verantwortung zu übernehmen, auch wenn das bedeutet, unpopuläre Entscheidungen zu treffen“, meint Kommentator Goebbels. Zu Recht. Wer allerdings als erster aus der Deckung kommt, um Verantwortung zu übernehmen, das steht auf einem anderen Blatt.