DIFFERDINGEN
CLAUDE KARGER

68. Nationalkongress der „Jeunesse Démocrate et Libérale“: Neues Exekutivkomitee bestimmt

Gleich vier ehemalige JDL-Präsidenten konnte die „Jeunesse Démocrate et Libérale“ am vergangenen Samstag bei ihrem 68. Nationalkongress in Differdingen begrüßen: Marc Ruppert - dem seit Ende November amtierenden DP-Generalsekretär Marc Ruppert wurde bei der Gelegenheit übrigens die JDL-Ehrenpräsidentschaft verliehen -, Max Hahn - heute DP-Südabgeordneter und Vorsitzender des DP-Südbezirks -, Claude Lamberty - heute DP-Zentrumsabgeordneter - und Xavier Bettel. Der Premierminister ließ es sich nicht nehmen, auf seinen „Karrierestart“ bei der liberalen Jugendorganisation zurück zu blicken, in der Werte wie Toleranz und Freiheit immer gelebt würden, schwenkte aber gleich auf eine Regierungsbilanz um.

Lösungen statt Angstmacherei

Diese Koalition habe Verantwortung übernommen in einer Zeit, die große Änderungen verlange. Zunächst hätten allerdings die Staatsfinanzen konsolidiert werden müssen. Es gelte, eine ausgewogene Politik zu betreiben, was der Regierung gelungen sei. „Nicht einer gegen den anderen, sondern einer mit dem anderen“, beschrieb Bettel die Philosophie der Dreierkoalition und wies auf die Gefährlichkeit des Schürens von Ängsten hin, die manche Oppositionsparteien betreiben würden. „Anstatt Angst zu verbreiten, sollten sie Lösungen für die Leute und für die Zukunft unterbreiten“, hieb auch DP-Präsidentin Corinne Cahen in diese Kerbe. A propos Zukunft: Vor allem die Anregungen der Jugend seien vor dem Hintergrund ihrer Gestaltung mehr denn je gefragt. Cahen lobte in dieser Hinsicht den Einsatz der JDL, nicht nur bei der Ausarbeitung von Positionen, sondern auch beim Gespräch mit den Bürgern.

Nicht nur „frisches Blut“ für die DP

Dieser Einsatz sei insbesondere wichtig vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen. Max Hahn wies darauf hin, dass bei den Gemeindewahlen 2011 und den Landeswahlen 2013 einer von fünf Kandidaten auf den DP-Listen aus den Reihen der JDL stammte. „Il y a du pain sur la planche. Aber wir sind bereit!“, sagte Claude Schommer, der neue Vorsitzende der „Jeunesse Démocrate et Libérale“, der das Amt von Estelle Malané übernimmt, die nach dem Ausscheiden Marc Rupperts mit dem Interimsvorsitz betraut worden war. Sie hatte zuvor einen Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr vollzogen, während dem sich die JDL aktiv etwa in die Flüchtlingsdebatte, oder in die Diskussion um die Ausweitung des öffentlichen Transports einbrachte.

Schommer, der ebenfalls Präsident der JDL-Mondorf ist, unterstrich allerdings auch, dass die JDL nicht nur „frisches Blut“ für die DP produziere, sondern eine unabhängige Organisation sei, die ihre eigenen Positionen ausarbeite und verteidige und deren Ziel es vor allem sei, mehr Jugendliche für die Politik zu interessieren.