PASCAL STEINWACHS

Dass der zukünftige neue Juncker (nicht zu verwechseln mit dem aktuellen Bettel) doch glatt ein Wiseler statt ein Frieden sein könnte, das sah der momentane Chef der Erzbistumszeitung und langjährige so genannte wirtschaftlicher Berater des früheren Premierchefs schon im Jahre 2001 mit geradezu visionärem Weitblick voraus, als er sich im „Quotidien“ gehörig zum Thema „Et si le dauphin s‘appelait Claude et pas Luc“ austoben durfte. Seinen heutigen Verwaltungsratsvorsitzenden hatte der „Wort“-Chefredaktör seinerzeit allerdings nicht gerade schmeichelhaft beschrieben, als er diesem „la froideur d‘un technocrate“ bescheinigte: „Par moments, il semble que tout ce qu‘il a de politique en lui, c‘est l‘ambition“, aber möglicherweise ist Frieden, der ja, dem gleichen Artikel zufolge, anscheinend erst bei der DP Karriere machen wollte, in der Zwischenzeit sympathischer geworden.

Ein klein bisschen entsetzt war die Erzbistumszeitung indes gestern über die potenzielle Tatsache, dass aus der juvenilen LSAP-Abgeordnetin Tess Burton doch glatt eine waschechte Ministerin werden könnte („Von der Weinkönigin zur Ministerin?“), aber das mit der Weinkönigin lässt sich wahrscheinlich damit erklären, dass sie jung war und einfach nur Durst hatte...