PASCAL STEINWACHS

Da hat man gerade einmal eine Woche lang seine Internet- und sonstigen Technikdinger abgeschaltet, um wenigstens im Urlaub seine Ruhe zu haben, und schon verpasst man die Wahl des „Schauspieler-Präsidenten“, wie eine Esch/Alzetter Zeitung gestern den neuen „déi gréng“-Leader Christian Kmiotek (der neue Chefmann war ganz früher einmal einer der beiden „zwéi vum Bierg“) voller Ehrfurcht nannte. Glaube man Kmiotek, „dann ist der Premier für alles Übel der kleinen luxemburgischen Welt verantwortlich“. Und die Partei dieses seltsamen Premierchefs, die fürchte „die Transparenz wie der Teufel das Weihwasser“. Der Mann scheint definitiv den Durchblick zu haben.

Die Erzbistumszeitung sieht den neuen Grünenchef übrigens auch als Schauspieler, habe sich dieser doch „enttäuschenderweise“ kaum „zu eigenen politischen Überzeugungen, Motiven oder Zielen“ geäußert, sondern habe es bei einer „kabarettreifen Klatsche“ gegen die Regierung belassen. Das kann ja heiter werden.

Klaro, dass eine echte Volkspartei bei so viel Bösartigkeit trotzdem einen „kühlen Kopf“ behalten muss, wie Juncker-Partei-Chef Wolter sich jetzt im „CSV Profil“ selbst Mut zuredete. Immer dieser Michel...