LUXEMBURG
INGO ZWANK

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen: Jennifer Salbrecht und die „Junioren-Kochnationalmannschaft“ sind für den Culinary World Cup gerüstet

Luxemburg Die Messer sind gewetzt: Bereits seit vier Jahren ist sie in der Nationalmannschaft aktiv und doch selbst erst 23 Jahre alt: Jennifer Salbrecht ist die Kapitänin der „Junioren-Kochnationalmannschaft“, bestehend aus drei Köchen und einem Pâtissier, und kann vor dem Culinary World Cup 2014 schon einige Erfahrung im internationalen Wettkochen aufweisen. Erst im Oktober 2013 war sie mit der Nationalmannschaft in Seoul gewesen, „wo wir quasi das gleiche Programm durchgekocht haben, wie wir es jetzt auf der Expogast präsentieren wollen.“ Doch einiges wurde noch einmal ganz neu konzipiert, „dafür war es eine optimale Vorbereitung.“ Die eigentlichen Vorbereitungen liefen erst vor zwei, drei Monaten an. „Richtig intensiv wurde es im letzten Monat, da musste wirklich jede Woche ordentlich trainiert, sprich gekocht werden.“

Viel Wettbewerbserfahrung auf Seiten der Kapitänin

Die 23-Jährige arbeitet bei „Äre-Resto Hausgemachten Kichen“ und ist zurzeit bei SES in Betzdorf tätig. „Hier kochen wir täglich für rund 300 bis 350 Personen, immer frisch und sehr saisonal“, erzählt die junge Köchin und will damit herausstellen, dass es sich hierbei nicht nur um schnelles Kantinenessen handelt. Vor ihrer Mitgliedschaft in der Nationalmannschaft war sie aber auch schon auf dem internationalen Parkett aktiv, hatte sie doch bei Ben Weber (Restaurant Gudde Kascht - Haller) gearbeitet und ihm als Commis (Jungkoch) zugearbeitet. Mit Weber hat sie beispielsweise so den Wettbewerb „Chef of the year 2013“ gewonnen.

Auf die Frage, wie denn die Chancen beim „Villeroy & Boch Culinary World Cup“ für sie und ihr Team stehen würden, gab sich Salbrecht recht zuversichtlich: „Sicher, gegen Mannschaften wie Hong Kong oder auch Norwegen kommen wir sicherlich nicht an“, bilanziert die Kapitänin, Hong Kong habe alleine zehn Coachs, da gehe es zu wie beim Militär, „und von Eigenständigkeit und individueller Kreativität kann man hier nicht sprechen, da ist alles bis ins Kleinste vorgegeben. Das ist bei uns anders - und das ist auch gut so.“ Uns, das sind neben Salbrecht Manuel Moura ,Keven Ponton, Christophe Moreira, Ken Hermes und Kim Buyse.

Auf ihrem Programm stehen eine kalte Schauplatte für acht Personen, bestehend aus drei Hauptkomponenten, drei Garnituren, Salat und mindestens zwei Soßen. Ferner drei verschiedene warme Vorspeisen für eine Person auf einem Teller angerichtet. Auch muss ein gastronomisches Menü für eine Person bestehend aus fünf Gängen (Dessert inbegriffen) gezaubert werden. Vorgaben: „Vom Ernährungsstandpunkt sollen die Exponate ausgewogen sein und den heutigen Geschmacksrichtungen entsprechen. Farbe und Geschmack sollen sich gegenseitig ergänzen. Die Speisen sollen zweckmäßig, bekömmlich und leicht sein. Sie sollen im richtigen Verhältnis von Vitaminen, Kohlehydraten, Eiweiß, Fett und Ballaststoffen zusammengestellt sein.“ Beim Programmpunkt „Pastry Art“ müssen vier verschiedene Desserts als Einzelportion auf Tellern angerichtet werden, unter Berücksichtigung „Gluten frei“, „Hauptanteil Schokolade“, „Hauptanteil Früchte“ und Eigenwahl, „ein ordentliches Programm“, resümiert Salbrecht mit Blick auf den 26. November, wo es für die jungen Köche heiß zur Sache gehen wird. iz