LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Tempo-30-Zone im hauptstädtischen Bahnhofsviertel kommt in zwei Wochen

Innerhalb der Tempo-30-Zone gelten für die Fußgänger nach wie vor die „normalen“ Vorsichtsmaßnahmen, besonders was das Überqueren der Fahrbahn betrifft, denn auch in der Tempo-30-Zone hat der Autoverkehr Vorrecht. Ab Montag, dem 31. März erhält das hauptstädtische Bahnhofsviertel als letztes Stadtviertel eine Tempo-30-Zone. Dies war gestern Morgen anlässlich des „City Breakfast“ von Stadt Bürgermeisterin Lydie Polfer und Stadtschöffin Sam Tanson zu erfahren.

Mehr Sicherheit

Diese Maßnahme, die bereits in den anderen Vierteln der Hauptstadt erfolgreich angewandt wird, zeugt von dem Willen des hauptstädtischen Schöffenrates den Straßenverkehr in den Wohnvierteln zu beruhigen, um den Bewohnern eine bessere Lebensqualität zu bieten.

Wie weiter unterstrichen wurde, bedeutet Tempo 30 in einem Wohnviertel mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, mehr gegenseitige Rücksichtnahme, mehr Wohnqualität für die Anwohner sowie weniger Unfälle, weniger Verkehr, weniger Lärm und Schadstoffe und weniger Aggressivität. Kurzum: Tempo-30 steht für bessere Lebensqualität. Darüber hinaus ermöglicht die Einführung einer Tempo-30-Zone im Bahnhofsviertel die Verwirklichung von Radwegen getreu dem „Concept Vélo 2013“.

„Vel’oh“ feiert Geburtstag

„Vel’oh“, das Fahrrad-Verleih-System der Stadt Luxemburg, feiert in diesem Jahr sein sechsjähriges bestehen. Sam Tanson erinnerte daran, dass das System 2008 mit 25 Stationen und 250 Fahrrädern gestartet wurde. Heute gibt es 72 Stationen mit 767 Fahrrädern auf dem Stadtgebiet. Seit 2011 sind bekanntlich auch die Gemeinden Hesperingen und Strassen an das Fahrrad-Verleih-System angeschlossen.

5.700 Abonnenten

Das „Vel’oh“-System zählt derzeit über 5.700 Abonnenten, von denen 63% aus der Hauptstadt stammen und 37% außerhalb der Stadt Luxemburg (davon 95% aus dem Großherzogtum, 1,14% aus Frankreich, 0,17% aus Belgien und 3,69% aus Deutschland). Ein Drittel der „Vel’oh“-Benutzer sind Frauen, zwei Drittel Männer. Am meisten wird das Rad-Verleih-System zu den Spitzenverkehrsstunden sowie über Mittag genutzt.