LUXEMBURG
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Vier „Kaleidoskop“- Neuinszenierungen in der Saison 2015/16

Anfang Oktober startete das vom Autor, Schauspieler und Regisseur Jean-Paul Maes gegründete Kaleidoskop-Theater mit einer Wiederaufführung von Wolfgang Bocherts „Draußen vor der Tür“ in seine dritte Spielzeit. Das Kaleidoskop, das mittlerweile im Bettemburger Schloss heimisch geworden ist, spielt Roger Seimetz Stück „3 Faarwen“, eine Eigenproduktion der Spielzeit 2014/15, am 27. November in Steinsel und am 17. Februar 2016 in Zolver. Im Mittelpunkt der neuen Spielzeit stehen aber vorrangig nicht weniger als vier Neuinszenierungen, oder, wie es in der Einleitung der Programmbroschüre heißt, vier Liebeserklärungen. Es werde nicht versucht, die Liebe zu erklären, sondern sie aufzuspüren, heißt es von den Verantwortlichen.

Dorst und Maes

Als erste Neuinszenierung der Saison präsentiert das Theater am 11. November Tankred Dorsts „Ich, Feuerbach“ in Bettemburg. Feuerbach, einst ein bekannter Schauspieler, möchte, nachdem er sieben Jahre in der Psychiatrie verbracht hat, vor einem Regisseur und einem Intendanten für eine Rolle vorsprechen. Der Schauspieler muss aber erkennen, dass er vermutlich zu lange von der Bildfläche verschwunden war, und dass sich die Welt in dieser Zeit weitergedreht hat. Dorsts Stück inszeniert Florian Burg; in den Hauptrollen sind Jean-Paul Maes, Timo Wagner und Mady Durrer zu sehen. Maes selber inszeniert im Januar 2016 Max Frischs Klassiker „Homo Faber“ mit Neven Nöthig, Rosalie Maes und Marc Sascha Migge in den Hauptrollen.

Eva Paulin führt im April Regie bei Maes’ Stück „Déi aner Halschent“, in dem die Hauptfigur Hengen seinen Selbstmord verschiebt, weil er sich um Demi kümmert, der vor ihm hingefallen ist und sich nicht mehr rührt.

Marion Rothaar bringt im Mai Arthur Schnitzlers „Liebelei“ auf die Bühne.

www.kaleidoskop.lu