LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Tourismussektor freut sich über mehr Besucher im vergangenen Jahr

Luxemburg liegt nach wie vor hoch in der Gunst der Touristen. Dies geht aus den Zahlen für das Jahr 2014 hervor, die Francine Closener, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, gestern im „Musée Dräi Eechelen“ präsentierte. So verzeichnete der Tourismussektor im Jahr 2014 einen Zuwachs um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2013.

Die Übernachtungen sind 2014 um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dieser Trend wurde in allen Teilen des Landes registriert. In Luxemburgs Hotels wurden im vergangenen Jahr 1,6 Millionen Übernachtungen festgestellt. Die durchschnittliche Zimmerbelegung lag bei 71 Prozent, der Zimmerpreis belief sich im Schnitt auf 102 Euro.

Erfreuliches von den Campingbetreibern

Erfreuliches wurde für 2014 von den Campingbetreibern vermeldet: Auf Luxemburgs Campingplätzen wurde im vergangenen Jahr ein Plus von 9,5 Prozent an Übernachtungen realisiert. Eine gute Vorsaison und eine ausgezeichneter Monat Juli trugen wesentlich zu diesem Resultat bei. Besonders bei Wohnmobil- und Campingfreunden aus den Niederlanden und Deutschland erfreute sich das Großherzogtum im vergangenen Jahr großer Beliebtheit.

Was die Jugendherbergen betrifft, so wurde im vergangenen Jahr ein leichter Rückgang der Übernachtungen gegenüber 2013 festgestellt. Einen Rückgang, den die Verantwortlichen des „Office National du Tourisme“ (ONT) auf die Schließung der Jugendherberge Bourglinster im ersten Halbjahr 2014 zurückführen.

Gut besucht waren im vergangenen Jahr auch die touristischen Attraktionen des Landes, wobei eine Steigerung bei den Besichtigungen des Schlösser, Museen und Freizeitattraktionen festgestellt wurde. So konnte beispielsweise der Bettemburger „Parc Merveilleux“ im Jahr 2014 ein Besucherplus von 9,4 Prozent verzeichnen.

Mit Dienstleistungen zufrieden

Nach Francine Closeners Worten sind die Zahlen für 2014 gewiss „ermutigend“, allerdings „muss weiter an der nationalen Tourismusstrategie gearbeitet werden“. Für die Staatssekretärin geht es weniger darum, „in die Ausweitung des Angebots zu investieren“, sondern vielmehr darum, „die Qualität zu verbessern“. Wie Closener unterstrich, sind die Luxemburg-Touristen mit den gebotenen Dienstleistungen und der Infrastruktur zufrieden. Auch schätzten sie die kulturelle und gastronomische Vielfalt, wie bei einer im August 2014 bei 2.620 Touristen durchgeführten Befragung hervorging. Allerdings beklagten die Feriengäste „einen Mangel an Information“.