Dass es einer politischen Karriere ungemein auf die Sprünge hilft, wenn bereits der Papa hohe Ämter im Staat bekleidete, lässt sich vielerorts beobachten. „Für den gelernten Automechaniker und Sohn des populären ehemaligen Innenministers und LCGB-Präsidenten Jean Spautz ist „Spautz“ ein Markenname, und er erbte mit diesem zuerst das Amt des LCGB-Generalsekretärs und nun des Ministers“, erinnerte gestern das „Land“. Allerdings müsse die Zukunft zeigen, ob der neue Minister „mehr als ein sozialpolitischer Markenname“ ist. Spannend natürlich die Frage „ob er die „selektive Sozialpolitik“ durchsetzen will, die er im November gefordert hatte“. Schau‘ mer mal, wie weit ihn der Chef gehen lassen wird. Der ist übrigens selbst eine „Marke“, international, als „redegewandtes Schlitzohr“ bekannt, wie die Basler Zeitung gestern erinnerte. Wobei vor allem markige Aussagen wie „wenn es ernst wird, muss man lügen“ und „wir beschließen etwas, das stellen wir dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt“ bei den Journalisten hängen geblieben ist. Besorgniserregend.