WALFERDINGEN
SIMONE MOLITOR

Studentenvertreter ACEL hielt Generalversammlung ab: Studienbeihilfen bleiben Thema

So manchem Studenten steckte der „Züricher Bal“ wohl noch in den Knochen, da hieß es für viele schon wieder, munter sein: Traditionsgemäß hält die „Association des cercles d‘étudiants luxembourgeois“ (ACEL) am zweiten Weihnachtstag ihre Generalversammlung ab. Vor allem ein Thema hat die ACEL im auslaufenden Jahr besonders gefordert: Die Diskussionen rund um die Studienbeihilfen. Dass es zu bekanntem Urteil vom Europäischen Gerichtshof gekommen ist, freut die Vorstandsmitglieder selbstverständlich. „Dass die Studienbeihilfen nun rückwirkend an die Kinder von Grenzgängern ausgezahlt werden müssen, ist natürlich eine mittelschwere Katastrophe für das Staatsbudget“, so Vize-Präsident Pierre Schumann.

Festhalten an neuem Beihilfesystem

Die ACEL vertritt bezüglich der finanziellen Studienbeihilfen bekanntlich eine klare Position. Gefordert wird eine Staffelung der finanziellen Unterstützung. Diese müsse unbedingt an die Person gebunden sein und nicht, wie das früher der Fall war, an die Einkommenssituation der Eltern. Der Dachverband der Luxemburger Studentenzirkel kann sich in diesem Kontext einen Grundbetrag vorstellen, zu dem eine Mobilitätsbörse sowie gegebenenfalls eine soziale Beihilfe hinzukommt. So könne man der individuellen Situation des jeweiligen Studenten besser gerecht werden. Diesbezüglich war es der ACEL wichtig, die Meinung ihrer Mitglieder mittels einer Umfrage einzuholen. Eine große Mehrheit sprach sich dabei für ein neues Börsensystem nach diesem Prinzip aus.

Forderung nach „Statut étudiant“

Auch an ihrer Forderung nach einem eigenen Studentenstatus hält die ACEL weiter fest. Ein solches wäre für die bessere soziale Absicherung der Studierenden dringend nötig, hieß es auch gestern Nachmittag noch einmal. Daneben wird sich die ACEL auch weiterhin für einen durch das Gesetz verankerten offiziellen Studentenvertreter einsetzen. Dass die „Lycéesreform“ derzeit auf Eis liegt, wurde allgemein bedauert. Auch in diesem Dossier will man Ball bleiben.

Konstruktive Gespräche habe man seinerzeit mit Hochschulministerin Martine Hansen geführt. Am 28. Januar 2014 steht nun ein erstes Treffen mit dem neuen Minister, Claude Meisch, an. „Wenn wir bei Herrn Meisch ebenfalls ein derart offenes Ohr finden, werden wir sicherlich Lösungen für verschiedene Probleme finden“, so Pierre Schuman.

Zwei neue Studentenzirkel wurden im Laufe der Generalversammlung aufgenommen: LSB („Lëtzebuerger Studenten zu Bingen“) und CELWO („Cercle des étudiants luxembourgeois à Woluwé“). Am Ende wurde dann auch noch ein neuer Vorstand gewählt. Auf die ausscheidende Präsidentin Melanie Elsen folgt mit Tom Hermes nun wieder ein männlicher Vorstandsvorsitzender.