LUXEMBURG
KIM GREIS

„Pokémon Alpha Saphir & Omega Rubin“ im Test

Manche Dinge ändern sich nie. Es ist kein Geheimnis, dass das Entwicklerteam Game Freak periodisch Remakes von älteren Teilen der weltbekannten Pokémon-Hauptreihe veröffentlicht. Mit „Pokémon Alpha Saphir & Omega Rubin“ wurde nun schon der dritte Teil in ein frisches Gewand gesteckt. Wer nun glaubt, dass es sich um eine simple Neuauflage des Spiels handelt, hat sich aber gewaltig geschnitten: Neben der rundum aufgemotzten Grafik gibt es zahlreiche weitere Neuerungen.

Der Protagonist bekommt, nachdem er dem Pokémon-Professor in einer brenzligen Situation geholfen hat, ein Pokémon geschenkt. Fortan macht er es sich zum Ziel, alle Arenaleiter zu besiegen und die Pokémon Liga zu gewinnen. Die Hauptgeschichte beinhaltet aber noch mehr: Je nachdem, welche Version man gewählt hat, begegnet der Protagonist dem bösen Team Aqua oder Magma. Um ihre Ideale durchzusetzen, versuchen sie, das legendäre Pokémon des jeweiligen Spiels wieder aufzuwecken. Da dies aber zur Auslöschung der Menschen und der Pokémon führen würde, muss der Protagonist sie auf jeden Fall stoppen.

Neuerungen überzeugen vollkommen

Das rundenbasierte Rollenspiel ist zwar linear aufgebaut, dennoch lassen sich stets Pfade abseits der Haupthandlung finden. Verschiedene Hindernisse, welche erst nach dem Erhalt von gewissen Attacken und Arenaorden überwunden werden können, halten den Spieler davon ab, frühzeitig schwierigere Gebiete zu betreten. Neu ist, dass im Laufe des Spiels neben Städten auch einzelne Routen mit der Fähigkeit „Fliegen“ anvisiert werden können. Mit einem Item, das man im späteren Spielverlauf erhalten kann, ist es sogar möglich, manuell über die Region Hoenn zu fliegen - der Traum eines jeden Pokémon-Spielers! Zudem kann der Spieler neben dem konventionellen Weg nun auch Pokémon bekämpfen, indem er sich an sie heranschleicht.

Die Grafik von Pokémon ist seit dem letzten Teil vollkommen im polygonalem 3D gehalten. Damit das Spiel seinen comicartigen Charme behält, wurde auf das Cel-Shading-Verfahren gesetzt. Um dem Remake einen neuen Touch zu verleihen, wurde eine Stadt sogar komplett neu gestaltet. Die Musik, die - abgesehen von einem Neuanstrich - integral aus dem Originalspiel übernommen wurde, animiert jeden Fan zum Mitsummen.

Neue Episode nach der Hauptgeschichte

Nach der Hauptgeschichte beginnt die so genannte Delta-Episode, in der die Welt von einem Kometen bedroht wird. Indem der Protagonist versucht, die Welt zu retten, lüftet er verschiedene Geheimnisse, etwa was es mit der in „Pokémon X/Y“ eingeführten Mega-Entwicklung auf sich hat.

Mit „Pokémon Alpha Saphir & Omega Rubin“ ist dem Entwicklerteam ein echtes Kunstwerk gelungen. Obwohl mir wahrscheinlich einige Nostalgiker widersprechen würden, behaupte ich, dass dies das bislang beste Pokémon-Spiel ist. Es ist eine gelungene Mischung aus dem Originalspiel und neuen Elementen, die gekonnt eingefügt wurden.

Es gibt jedoch auch ein Makel: Durch den sehr einfachen Schwierigkeitsgrad bietet diese Version des Spieles kaum Herausforderungen. Ansonsten ist das Spiel absolut zu empfehlen, Neueinsteigern würde ich sogar raten, mit dieser Version zu beginnen! Interessierte können sich eine der beiden Versionen für ca. 39,99€ im elektronischen Fachhandel besorgen.