PASCAL STEINWACHS

Da hat der demnächst Ex-Premierchef aber gehörig Schwein gehabt: Anstatt die nächsten Jahre auf dem Krautmarkt zu versauern und sich den lieben langen Tag mit doofem Pipifaxzeugs beschäftigen zu müssen, könnte es sein, dass Juncker nun doch noch den Absprung schafft und irgend etwas wichtiges in Brüssel wird. So will der österreichische „Standard“ gehört haben, dass sich in Sachen Nachfolge von EU-Kommissionschef Barroso momentan „bei den Christdemokraten eine überraschende Offensive“ abzeichne, dürfte Juncker nun doch EVP-Spitzenkandidat werden, wie es gestern am Rande eines Treffens der EVP-Granden in Vilnius geheißen habe. Der Ex-Chef der Eurogruppe, der von Angela Merkel unterstützt werde, sei nämlich fähig, in drei Sprachen Wahlkampf zu machen und habe signalisiert, dass er bereitstehe. Als mögliche Kandidatin genannt wird aber auch Juncker-Erzfeindin Viviane Reding, die sich wegen den Gambianern nun ebenfalls nach einem neuen Job umsehen muss.

Apropos Gambia: Die „Berliner Zeitung“ zeigt sich ob des Auftritts von Neuhäuptling Bettel schon mal arg begeistert: „Jeans, weißes Hemd, den Schal lässig um den Hals geschlungen, läuft er durch seine Stadt“. Das verspricht...