LUXEMBURG
MADY LUTGEN

Eine Statistin lernt beim Dreh ihren Schwarm Moritz Bleibtreu kennen

Für Samantha Welter ging ein Traum in Erfüllung. Die 24-Jährige konnte ihr Idol Moritz Bleibtreu als Statistin beim Film kennen lernen. Der deutsche Schauspieler drehte während der letzten Wochen den Film „Die dunkle Seite des Mondes“ in Luxemburg. Dem „Journal“ erzählt Samantha mehr über ihr spannendes Abenteuer.

Wie bist du dazu gekommen, beim Film mitzumachen?

Samantha Welter Ich wurde über Facebook auf das Casting für den Film aufmerksam. Anfangs wusste ich noch nicht einmal, um welchen Film es sich eigentlich genau handelte. Doch ich war so neugierig, dass ich beschloss, mich zu bewerben. Die Zusage kam schon am Tag danach.

Was musstest du genau machen?

Welter Die Rolle der Statisten bestand darin, eine Clubszene nachzuspielen. Wir sollten tanzen. Ich wurde mit zwei anderen Mädchen auserwählt, um neben den Hauptdarstellern Moritz Bleibtreu und Nora von Waldstätten zu spielen.

Wie verlief der Drehtag?

Welter Ich musste schon sehr früh am Abend vor Ort sein, denn jeder der Statisten musste in die Maske und zum Stylisten. Danach mussten wir warten, warten, warten (lacht). Es ergaben sich aber interessante Gespräche, die die Wartezeit immer verschönerten. Gegen 20.00 begann der Dreh dann endlich. Die etwa 50 Statisten versammelten sich in einer Halle, dann wurde bis vier Uhr nachts getanzt.

Es wurde schnell anstrengend, denn alle Szenen wurden mindesten 15 Mal gefilmt, und immer wieder aus einem anderen Blickwinkel. Vor dem Dreh jeder Szene wurde auch nochmal zehn Minuten geprobt.

Was war das Aufregendste für dich?

Welter Eigentlich der ganze Drehtag, da ich nie gedacht hätte, dass hinter einer einzigen Szene soviel Aufwand steckt.

Konntest Du mit den Stars reden?

Welter Die Statistenrolle ermöglichte mir, den Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu kennen zu lernen. Leider war er, wie alle am Set, unter Zeitdruck und auch noch erkältet, so konnte ich ihm nicht alle Fragen stellen, die mir durch den Kopf gingen. Bleibtreu begrüßte uns Mädels an der Bar sehr freundlich und ließ auch keine Gelegenheit aus, kleine Späßchen über unser Tanzen zu machen.

War das Warten nicht zu anstrengend?

Welter Ich habe noch nie in meinem Leben so gut geschlafen wie nach diesem Drehtag. Zehn Stunden am Stück nur tanzen und rumstehen, genau in einer Position zu bleiben und auszuharren, ist nicht einfach. Kein Fuß durfte zu weit vor sein, der Drink (Fruchtsaft) musste sich immer in der gleichen Hand befinden, das Glas immer gleich voll sein.

Würdest du nochmal Statist spielen?

Welter Auf jeden Fall. Es war sehr interessant, einen Blick hinter die Kulissen beim Film zu werfen. Nebenbei konnte ich mein Taschengeld etwas aufbessern.