CLAUDE KARGER

Nichts ist mehr wie es war und alles wird anders. Das sagte schon Premier Juncker bei der Erklärung zur Lage der Nation am Mittwoch. Gestern dann diese Meldung auf „tageblatt.lu“: „Die meisten Luxemburger (69 Prozent) wären bereit, Insekten zu essen, müssten sie gezwungen sein, auf Fleisch/Fisch zu verzichten oder wenn sie die Wahl dazu hätten“, so eine TNS-Ilres-Umfrage vom vergangenen Dezember. 78 Prozent glauben gar, dass sich der Insektenkonsum - der bereits in vielen Teilen der Welt üblich ist - auch in Europa früher oder später verallgemeinern dürfte. Also Ameisenbuletten statt Burger und Kellerasseln- statt Hummersuppe? Raupen in Aspik statt „Fierkelsgelli“? Äußerst gewöhnungsbedürftig.

Dabei aber viel umweltschonender und sehr proteinreich.

Am wenigsten Probleme hätten die Umfrageteilnehmer, Heuschrecken runterzuwürgen. Ein Nacktschneckenbrei ginge gerade noch. Bei haarigen Krabbeltieren heißt es dann aber definitiv „Pfui Spinne!“

Obwohl: an so einer Tarantel ist ja ordentlich was dran. Ordentlich zu tun hätten jedenfalls die Lebensmittelkontrollen, sollten wir zu Insektivoren werden. Man stelle sich mal vor: Spinnenbeine im Heuschreckentofu: Igitt!