PASCAL STEINWACHS

Dass Opposition Mist ist, das wusste weiland schon Deutschgenosse Franz Müntefering, aber dass Opposition auch Frust bedeutet, das erfährt CSV-Fraktionsboss Claude Wiseler inzwischen am eigenen Leib: „Opposition ist Mist“. Darüber hinaus verriet der designierte CSV-Spitzenkandidat für das 2018er Wahldings dem Erzbistums-„Wort“ aber auch noch, dass er, der ja immer als zu nett angesehen wird, wenn es sein müsse, „auch anders kann“, nämlich dann, „wenn mir jemand auf die Füße tritt“. Nicht mehr nett ist Wiseler jedoch gut informierten Quellen zufolge auch dann, wenn ihm ein Vertreter der Majorität die Vorfahrt nimmt, wenn im Sandkasten einer seiner Enkelin mit der Schippe auf den Kopp haut, wenn der Name Luc Frieden fällt, oder wenn ihm jemand sagt, er sei zu nett. „Ich bin so, wie ich bin“, gibt Wiseler zu, und weil das so ist, will er 2018 dann auch etwas anderes werden, als er ist.

Etwas anderes geworden ist bekanntlich schon seit längerem Ex-Premierchef Juncker, der jetzt ja in der Brexit-Debatte von „strahlenden Helden von gestern und traurigen Helden von heute“ sprach, was LSAP-Fraktionschef Bodry umgegend zum lustigen Tweet „Do huet hien Recht, ass wuel allgemeng gülteg“ inspirierte. So was von bösartig aber auch...