Armer CSV-Fraktionschef. Hatte der doch beständig die Reaktion der Regierung auf die LuxLeaks-Geschichte als „amateurhaft“ gegeißelt und dann sagt sein Vorgänger im RTL-Radio, die Regierung habe gut und schnell reagiert und wer wann was gewusst habe sei irrelevant. Ein guter Rat an Claude W., die Kritik-Offensiven gegen Blau-Rot-Grün etwas überlegter anzugehen, damit sie nicht gleich in die Wand knallen? Nun ja, der Übervater himself hätte seinen Nachfolger ja auch über das Ruling-Leck „briefen“ können, schließlich war er längst im Bilde. Aber das ist nun irrelevant, nicht? Relevant ist indes zu wissen, wer bis vor einem Jahr noch seit einer gefühlten Ewigkeit an der Landesplanung bastelte und sich nun schon leicht kommunalwahlkampffiebrig darüber freut, dass die Leitpläne wegen juristischer Unsicherheiten wieder auf Eis gehen. Dabei ist das maßgeblich auf das wiseler’sche Landesplanungsgesetz vom Juli 2013 zurückzuführen. Das „Wort“ bringt es auf den Punkt: „Heute nun klingt es wie ein schlechter Witz, dass ausgerechnet das Landesplanungsgesetz, das in den vergangenen Jahren immerzu als legislative Voraussetzung für die Plans sectoriels genannt wurde, zum Stolperstein eben dieser wird.“ „Landesplanung ist immer eine Operation am offenen Herzen“, seufzt der Autor, „wobei der Kollaps des Patienten stetig näherrückt...“