ESCH/ALZETTE
GASTON FREYMANN

TICE: Neue Flotte mit modernem Design und umweltfreundlichen Motoren

Bis 2017 wolle das Interkommunale Bus-Syndikat TICE die Hälfte der bestehenden Busflotte erneuern, so Syndikatspräsident Henri Hinterscheid vorgestern bei der Vorstellung der insgesamt 15 neuen Fahrzeuge, die ab den nächsten Wochen auf den Straßen im Kanton Esch und der Gemeinde Kaerjeng unterwegs sein werden.

Bei den ausgelieferten Fahrzeugen handelt es sich um drei 9,5 Meter Busse des Marke Van Hool New A 308, mit einem 245 PS starken Dieselaggregat die der Euro V Norm entsprechen, sowie zwölf MAN Lion’s City mit zwölf Metern Länge, die mit sechs Zylinder 310 PS starken EURO VI Gasmotoren ausgestattet sind und der modernsten Gastechnologie entsprechen. Augenblicklich wird der eventuelle Einsatz von Hybridbussen in Zusammenarbeit mit der Universität Landshut untersucht.

Das neue Design Konzept soll den Sprung von der Vergangenheit in die technologische Zukunft symbolisieren.

Investitionen von 19,6 Millionen Euro

Augenblicklich besteht die TICE-Flotte aus 110 Fahrzeugen: Sieben 9,5 Meter Midi Bussen, 23 Gelenkfahrzeugen sowie 80 Solo-Fahrzeuge von zwölf Metern, von denen 39 mit Gas betrieben werden. Jährlich werden 5,5 Millionen Kilometer zurückgelegt, 90.000 Kilometer sind es bei einem Standardbus.

Im Zeitraum bis 2017 will das Bus-Syndikat 19,6 Millionen Euro in die Erneuerung seines Fuhrparks investieren. Im Laufe der nächsten fünf Jahren sollen insgesamt 60 neue Gas-und Dieselbusse die Flotte verjüngen. Ziel ist es bis zu diesem Zeitpunkt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge auf viereinhalb Jahre herabzusetzen. Somit verringere man deutlich reparaturbedingte Ausfälle und gleichzeitig die Zahl von Reservefahrzeugen. So soll der Gesamtfuhrpark, der 2012 noch aus 113 Bussen bestand, auf dann 108 Einheiten reduziert werden.

Da die Gelenkbusse ausschließlich für den Schülertransport eingesetzt werden, hat der TICE-Verwaltungsrat die progressive Umstellung auf Anhängerzüge beschlossen. Dies ermögliche, so Hinterscheid, einen rationelleren Einsatz der Solofahrzeuge. Eine erste Auslieferung von sechs Zugmaschinen mit EURO VI Dieselmotoren und fünf Anhängern soll im Sommer 2014 erfolgen.

Erd- bzw. Biogasbetrieb macht sich mehrfach bezahlt

Die Vorteile der Gas betriebenen Busse sind, dass sie geräuscharm und bei der Verwendung von Biogas CO2 neutral sind. Die Idee der Erdgas getriebenen TICE Busse geht auf das Jahr 1994 zurück, als Will Hoffmann, der damalige TICE-Präsident, ebenfalls Präsident des Sudgas-Verwaltungsrats war.

Im September 1995 wurde auf dem TICE-Gelände die erste Erdgastankstelle errichtet, um damals sieben Gas-Fahrzeuge zu versorgen. Gleichzeitig diente die Tankstelle bis 2008 der Betankung von Erdgas betriebenen Privatfahrzeugen. Im Rahmen der Modernisierung der TICE-Garagen und Werkstätten entstand eine neue Gasfüllanlage mit einer Kapazität für 40 Busse. Seit 2013 wird die Biogasproduktion aus den drei Anlagen auf Landesebene für die Betankung von Pkws und Bussen aufgebraucht.

Der Gasverbrauch der 39 Standardbussen lag im vergangenen Jahr bei 1,3 Millionen Kubikmeter, was einer jährlichen CO2 Einsparung bei der Verwendung von Biogas von etwa 3.000 Tonnen entspricht.