Hop, Step, Jump: „Die Dreierkoalition geht im Stile eines Dreispringers vor“, befand gestern der „Revue“-Leitartikler. Der erste Sprung sei seit der Unterzeichung des Koalitionsabkommens am vergangenen Freitag geschafft. Im Dreihupf würde nun ein „langer Zwischenschritt“ folgen und dann der abschließende Sprung. „Bleibt zu hoffen, dass die neue Regierung ihr Vorhaben nicht dahin setzt, wo ein Dreisprung endet: In den Sand“, so ein etwas pessimistischer Kommentator, der vergaß zu erwähnen, dass Dreispringer in der Regel mehrere Versuche haben. Gestern versuchte der CSV-Vizepräsident Claude Wiseler im RTL Radio bereits Bananenschalen zu streuen. Das Koalitionsprogramm ließe nicht darauf schließen, was am Ende herauskommt, der Weg zu ausgeglichenen Staatsfinanzen sei nicht detailliert ausgeführt, der Finanzminister kein Finanzexperte usw., usf. Ganz als ob das Programm der letzten Regierung mit CSV-Beteiligung klipp und klar bis ins letzte Detail alles vorgab. Die Umsetzung jedenfalls wurde arg „suboptimal“ weiter getrieben, was mitunter die schwierige Lage bei den Staatsfinanzen und den riesigen Reformbedarf in zahlreichen Bereichen erklärt. Fakt ist: Die CSV-Opposition muss nicht nur nach vorne schauen, ehe sie springt, sondern auch in den Rückspiegel. Sonst könnte sie definitiv im Sand landen.
Sportlich
journal.lu - 04.12.2013

1 Foto

