PETINGEN
GASTON FREYMANN

Petingen - Monumentale Statue von Florence Hoffmann eingeweiht

Gestern Vormittag fand in Petingen im Ortsteil „Op der Millen“ die Enthüllung der von der Luxemburger Künstlerin Florence Hoffmann entworfenen Statue „TRIA“ statt. Nach 2009, wo eine Statue zu Ehren der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, in Rodange eingeweiht wurde, ist dies bereits das zweite Werk, das die Gemeinde Petingen bei der Künstlerin in Auftrag gegeben hat.

Eine Feier mit symbolischem Charakter am Vortag der Feierlichkeiten zur Befreiung Luxemburgs durch die Amerikaner vor 70 Jahren. Die fast fünf Meter hohe Statue, stellt eine Hymne an die Solidarität dar, wie die Artistin in ihrer Einladung festhält. Sie stellt die Gemeinde Petingen dar, die aus drei Ortschaften, Petingen, Rodange und Lamadelaine besteht und drückt den Gedanken der Europäischen Einheit und der Völkerverständigung aus.

Kultur als Bindeglied

Wenn auch in den Gemeinden die finanziellen Mittel knapper geworden sind, so bleibe Kultur auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Gemeindepolitik, erklärte Bürgermeister Pierre Mellina. Er wies darauf hin, dass bei jedem größeren Bauprojekt, wie hier im Ortsteil „op der Millen“ wo die Statue aufgestellt und gleich gegenüber, aus der ehemaligen Waxweiler Mühle, das Kulturzentrum WAX geworden ist. Für Mellina soll die Statue auch das Dreiländereck symbolisieren, das Zusammenleben in dieser Region unterstreichen und den europäischen Geist, der hier dominiert, verdeutlichen.

Anfangs anderes Projekt an anderem Standort

Bei seiner Begrüßung wies das Gemeindeoberhaupt auch darauf hin, dass Anfangs eine imposantere Statue entlang der Umgehungsstraße beim LTMA in Lamadelaine geplant war um den europäischen Gedanken in diesem Landesteil auszudrücken. Diese sollte an den Robert Schuman, der neben Jean Monet als einer der Gründerväter der Europäischen Union angesehen wird, erinnern. Doch wurde für dieses Projekt die Genehmigung seitens der Straßenbauverwaltung verweigert und die Gemeindeverantwortlichen beschlossen ein neues kleineres Kunstwerk an einem anderen Ort aufzustellen.

Die Statue, die aus rostfreiem Stahl hergestellt wurde, steht an einer Ausfahrt der viel befahrenen „Avenue de l’Europe“, die vom Verteilerkreis Niederkerschen-Biff, über belgisches Territorium zum französische Mont Saint-Martin führt und bei einem Einkaufszentrum endet. Sie zeigt zum einen offene Arme, aber auch die Spannungen innerhalb der Gemeinschaft. Gleichzeitig ist eine gewisse Fragilität der Europäischen Konstruktion unverkennbar.