PASCAL STEINWACHS

Da ein stinknormales Interview mit EU-Kommissionsboss Juncker inzwischen nicht einmal mehr ein Hündchen hinter dem Ofen hervorlockt, musste das Onlineportal „Politico“ zum dieswöchigen Start seines Europadings zu härteren Mitteln greifen, um vielleicht doch noch ein Köterviech vom Raumheizer wegzulocken. Und was, so werden sich die Politicologen gedacht haben, eignet sich hierfür besser als ein paar Nierensteine, an denen Juncker ja bekanntlich leidet und über die er gesagt haben soll, dass er vor Schmerzen zurzeit „fast unter die Deck springe“, wie die „Frankfurter Allgemeine“ die „Politico“-Chose resümiert, derweil der www-„Essentiel“ Juncker mit „Es ist schlimmer, als ein Kind zu gebären“ zitiert. Autorisiert waren die Nierenstein-Aussagen übrigens nicht, so dass das Umfeld des Kommissionspräsidenten dann auch wenig amused ist.

Begeistert sein dürfte selbiges Umfeld, allen voran sein „ungewöhnlich einflussreicher“ Kabinettschef, indes über die Juncker’sche Arbeitsmoral: „Ich gehe zu keinen Cocktail- oder Botschaftsempfängen“ und „bin den ganzen Tag hier, auch an Feiertagen und sogar am Karfreitag, der eigentlich ein Urlaubstag bei der Kommission ist. Ich arbeite 12, 14, 16 Stunden pro Tag“. Wonder Woman ist nichts dagegen...

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