LUXEMBURG
KIM GREIS

Spielkritik: „World of Warcraft - Warlords of Draenor“

Nach mehr als zehn Jahren seit dem Start von „World of Warcraft“, ist mit „Warlords of Draenor“ die bereits fünfte Erweiterung des MMORPGs erschienen. Das Zugpferd von Blizzard begeistert in seinen stärksten Phasen immer noch mehr als zehn Millionen Spieler.

Garrosh Höllschrei, der Endgegner der vierten Erweiterung „Mists of Pandaria“, entkommt, als ein Gericht über sein Leben entscheidet, durch ein Dimensionsportal in das Draenor der Vergangenheit, die Welt der Orcs. Er kann verhindern, dass die Orcs von den Dämonen versklavt werden und erschafft so einen alternativen Zeitstrang. Mit seinem Wissen aus seiner Zeit erschafft er die Eiserne Horde. Weiterhin gelingt es ihm, ein Dimensionsportal zu öffnen, mit dem er in seine Zeit zurückreisen kann und so mit der Eisernen Horde in Azeroth einfallen kann.

Neuerungen mal etwas anders

Wie bei Erweiterungen üblich wurde die Maximalstufe von 90 auf 100 erhöht. Dazu kommt, dass jeder, der die Erweiterung gekauft hat, einen beliebigen Charakter auf Stufe 90 aufwerten kann, um sofort in die neue Erweiterung zu starten. Draenor, die Scherbenwelt der Vergangenheit, dient im Lauf dieser Erweiterung als Spielwiese. Ganz neu ist, dass jeder Spieler seine eigene Garnison aufbauen kann, indem er verschiedene Aufgaben bewältigt und den Bewohnern seiner Garnison Missionen aufträgt. Dazu gibt es zugehörige Aufgaben und neue Spielinhalte, wie zum Beispiel ein eigenes Missionsteam zu befehligen. Durch die neu eingeführten klassenspezifischen Boni wird das Spiel noch einfacher zu handhaben. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man beim Bewältigen normaler Aufgaben schon rare oder gar epische Ausrüstung erhält.

Durch die regelmäßigen Aktualisierungen der Grafik ist die von „World of Warcraft“, trotz des Alters, noch immer ansehnlich. Bei „Warlords of Draenor“ wurden die Charaktermodelle erheblich verbessert, aber auch die neuen Inhalte wissen optisch zu gefallen. Dennoch kann „World of Warcraft“ grafisch kaum mit neu erscheinenden Spielen mithalten.

Auf weiten Strecken gelungen

Das übliche Kampf- und Spielsystem bleibt nach wie vor erhalten. Der Spieler sammelt Erfahrung, indem er Aufgaben erledigt oder Gegner besiegt. Viele Aufgaben sind mit der Story verbunden und somit interessant, in anderen wird der Spieler aber zum sinnlosen Töten von Nichtspielern animiert. Zudem gibt es Instanzen, die im Team mit anderen Mitspielern bestritten werden können. Dies gilt auch für die neuen Raids, die erst ab der neuen Höchststufe betreten werden können. Weiterhin gibt es neue PvP-Inhalte, in denen der ewige Konflikt zwischen Allianz und Horde weiter ausgefochten wird. Die neuen Spielinhalte samt Story bieten eigentlich jedem „World of Warcraft“-Spieler einen Grund, um weiterzuspielen. Es ist aber kritikwürdig, dass jeder Besitzer der neuen Erweiterung eine Charakteraufwertung auf Stufe 90 erhält, denn dies könnte den Spielspaß verderben. Interessenten können sich die Erweiterung für 45€ kaufen.