LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Die „Groupe Steffen“ setzt mit dem neuen „Le Quai Steffen“ auf Qualität für Bahnreisende

Die Vorstellung von einer „Bahnhofsgaststätte“ ließ viele Jahre eher an schnelle Nahrungsaufnahme als an Gastronomie denken. Einige Bahnhofsrestaurants erwarben sich in der großen Zeit der Eisenbahn auch einen kulinarischen Ruf, den aber nur wenige über die Zeit hinweg retteten - am berühmtesten ist „Le Train bleu“ im „Gare de Lyon“ in Paris.

Mit ihrer Qualitätsoffensive hat sich die CFL zum Ziel gesetzt, auch dem umgestalteten Luxemburger Hauptbahnhof mehr als eine Verpflegungsstation zu geben. Die Neuausschreibung im Herbst 2017 für den Betrieb des Bahnhofsrestaurants umfasste die Forderung das gastronomische Angebot deutlich zu verbessern, sowohl im Restaurant als auch im Mitnahmebereich. Der Standort im Bahnhofsgebäude hat einen gewaltigen Pluspunkt: Täglich durchqueren 70.000 Reisende den Bahnhof, bis 2020 wird mit einer Steigerung auf 80.000 Passagiere pro Tag gerechnet.

Die Ausschreibung der CFL hat die „Groupe Steffen“, die unter anderem als „Traiteur“ aktiv ist, gewonnen. Gestern konnte eine erste Teileinweihung erfolgen: Der Thekenverkauf und eine kleine (edle) „Fast-Food“-Ecke versorgen ab jetzt Bahnreisende unter dem Markenzeichen „Le Quai Steffen.“ Das benachbarte Restaurant mit 80 Sitzplätzen, wird mitsamt einem Terrassenbereich erst in der ersten Jahreshälfte 2019 fertig gestellt werden. Die Pläne stammen vom Architekturbüro WW+ (Trier/Esch-Alzette). Der Name „Le Quai Steffen“ ist Programm, denn die Betonung liegt auf dem „Q“, das die Grundprinzipien des Unternehmens und des Restaurants dokumentieren soll: Q für „Quai“ als Ort der Begegnung, Q für Qualität, Q für Qualifikation der Mitarbeiter, Q für Question (im Sinne von Hinterfragen) etc. Als Kunden stellt man sich neben den Reisenden (Touristen, Pendler, Schüler etc.) auch die Nachbarn, Anwohner oder Beschäftigte im Bahnhofsviertel vor.

Im „Take-Away“ variiert das Angebot je nach Tageszeit: Frühstück von 5.00 bis 10.30; Lunch von 11.00 bis 15.00 und Fertigmahlzeiten für den Abend zuhause von 15.30 bis 22.00. Was gleichzeitig bedeutet, dass der Thekenverkauf an sieben Tagen der Woche für täglich 17 Stunden geöffnet ist.