PASCAL STEINWACHS

Da kam Minimal-Zahler Luxemburg beim Nato-Gipfel aber noch einmal mit einem blauen Auge davon. Nicht weil unsere Minister so großartig verhandelt hätten, sondern weil Staatspremier Bettel seine bessere Hälfte mit nach Brüssel genommen hatte, wie der EU-Korrespondent des „Spiegel“ auf Twitter verriet: „Bei der #Nato Krisensitzung nahm sich #Trump auch Luxemburg vor. 0.5 Prozent für die Verteidigung, das sei „lächerlich“, klagte er. Aber seine Frau Melania möge nunmal den Ehemann von Premier Bettel, daher sei es „okay“.“

Vizepremier Schneider kann da natürlich nicht mithalten, und kommt vor allem im „Tageblatt“, wo sozialistische Politiker ja sowieso immer in die Pfanne gehauen werden, mal wieder ganz schlecht weg, da er sich in Brüssel mit Donald Trump hat ablichten lassen. Und „dass ein LSAP-Politiker, der auch Verteidigungsminister ist, als Spitzenkandidat antreten kann“, verrate „ohnehin viel über das Verständnis einer linksgerichteten Partei, deren eigentliches Ziel der Antimilitarismus sein müsste“, moniert der „Tageblatt“-Chefredakteur. Und Juncker, der hat seine vermaledeite Ischias-Attacke inzwischen überwunden, und ist bereits auf dem Weg nach China. Hoffentlich ist es im Flugzeug nicht zu trocken...