CLAUDE KARGER

In weniger als einem Jahr wird die nächste „Chamber“ gewählt. Während manche Politiker bereits ganz arg das Wahlkampffieber gepackt hat, tauchen wiederum eine ganze Reihe praktischer Fragen auf.

Zum Beispiel, ob man Parlaments- und Europawahlen nicht endlich an getrennten Tagen abhalten soll, um eine echte Auseinandersetzung über die Europapolitik zu fördern.

Längst liegen Gesetzvorschläge dazu vor. Eine Debatte darüber gab es allerdings nie so richtig.

Derweil schlägt die ADR eine neue Berechnungsmethode für die Sitze in den Wahlbezirken und der CSV-Jungpolitiker Serge Wilmes macht sich für einen einzigen Wahlbezirk stark. Die modernen Kommunikationsmöglichkeiten würden dazu führen dass es eigentlich keine Grenzen mehr gebe, „bloggte“ er letzte Woche.

Und: Nur wenn sie aus einem Wahlbezirk kämen, wären „d’Deputéierten zu 100% national Politiker an hätte wierklech d’allgemeng Intérête vum Land am Bléck“, meint der Zentrumspolitiker.

Wie bitte? Tut etwa nicht jeder das jetzt schon?

Da wird sich Wilmes aber parteiintern ganz schön was anhören müssen.

Auch, weil die CSV bei einem einzigen Wahlbezirk möglicherweise drei Sitze verlieren würde.