LUXEMBURG
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Parlamentarischer Nachhaltigkeitsausschuss befasst sich mit der Anlage, die 2021 fertig sein soll

Eine ganze Reihe bedeutender Infrastrukurarbeiten im Eisenbahnbereich stand gestern auf der Tagesordnung der morgendlichen Sitzung des parlamentarischen Nachhaltigkeitsausschusses. Zunächst kam der Bau des großen „Park & Ride“ am Bahnhof Rodange zur Sprache, der 1.560 Plätze auf sieben Etagen vorsieht. Darunter auch 44 Ladestationen für Elektroautos und zehn Plätze, die für „Flex-Carsharing by CFL“ reserviert sind.

Kosten von knapp 43,5 Millionen Euro

Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen und 2021 abgeschlossen sein. Das Vorhaben, für dessen Machbarkeitsstudie die „Chamber“ 2015 grünes Licht erteilt hatte und zu dem der zuständige Minister François Bausch im vergangenen Januar einen Gesetzentwurf vorgelegt hatte, kostet voraussichtlich knapp 43,5 Millionen Euro. Auf das Dach soll eine Fotovoltaikanlage kommen, um den Energiebedarf der Anlage möglichst vollständig zu decken. Das Projekt gliedert sich ein in die Strategie, mehr Pendler aus Frankreich und Belgien auf die Schiene zu bekommen. Derzeit weichen viele wegen des knappen Angebots an Parkraum in der Nähe des Bahnhofs in die Wohngebiete in Rodange und Petingen aus. Minister Bausch erklärte den Abgeordneten, dass die meisten P&R ab der 25. Parkstunde kostenpflichtig sind und dass man an einer Lösung arbeite, damit sie für die Halter einer „mKaart“ künftig kostenlos sind.

Im Sommer beginnt die letzte Ausbauphasedes hauptstädtischen Bahnhofs

Ein Diskussionsthema im Ausschuss war auch die nächste Phase der Umbauarbeiten am hauptstädtischen Bahnhof. Hier sollen zwei weitere Bahnsteige hinzukommen und die Plattformen und Gleise umorganisiert werden.

Wie Minister Bausch laut „Chamber“-Mitteilung vermerkte, handele es sich bei dieser Phase um den letzten möglichen Ausbau des Bahnhofs, der damit am Ende seiner Kapazitäten angelangt sei. 171 Millionen Euro werden in dieser letzten Phase investiert, die ab diesem Sommer bis 2025 in sieben Phasen umgesetzt werden soll.

Elektrifizierung Strecke Luxemburg/Kleinbettingen: Teurer als gedacht

Die Abgeordneten erfuhren dann auch, dass die Erneuerung der Stromleitungen auf der Strecke Luxemburg-Kleinbettingen mit knapp 72 Millionen Euro rund elf Millionen Euro teurer zu Buche schlagen wie im entsprechenden Gesetzestext von 2014 vorgesehen. Das erkläre sich zum Teil durch Änderungen in der europäischen Regelung der Eisenbahnsicherheit und neuen Standards für die Fundamente der Leitungen. Zum Projekt gehören übrigens auch drei Brücken in Kleinbettingen, in Mamer und am Halt „Mamer-Lycée“.

Die Diskussionen über die großen Infrastrukturprojekte werden im April unter anderem in zwei parlamentarischen Konsultierungsdebatten weitergeführt. Eine betrifft die Mobilität und die andere die Landesplanung.