LUXEMBURG
IZ/DPA

Polizei zieht Bilanz des „Tispol-Speedmarathons“ 2017

Beim diesjährigen „Tispol-Blitzmarathon“, an dem auch die luxemburgische Polizei teilnahm, wurden im Großherzogtum insgesamt 183 Kontrollen durchgeführt, wie die Polizei am Donnerstag in ihrer Aktionsbilanz ausführte.

Neun Fahrer extrem zu schnell

187 mal wurden Anzeigen gegen Fahrer wegen zu hoher Geschwindigkeit erstellt. In 56 weiteren Fällen wurden die Fahrer zur Kasse gebeten, weil sie unter anderem die Fahrzeugpapiere nicht vorzeigen konnten, den Gurt nicht angelegt hatten, telefonierten oder Lkw-Fahrer sich beispielsweise nicht an die Transitvorschriften hielten.

16 Fahrer wurden protokolliert, davon neun wegen stark überhöhter Geschwindigkeit (98 km/h, 91 km/h, 87 km/h bei erlaubten 50 km/h).

In einem Fall war der Fahrer unter sehr starkem Alkoholeinfluss unterwegs, gegen ihn bestand bereits ein Fahrverbot bis 09.2019, er war im Besitz einer geringen Menge Cannabis und konnte keine gültige Versicherung vorzeigen. Gegen den Mann wurde Protokoll errichtet.

Luxemburg seit 2015 dabei

Im Jahr 2015 nahm Luxemburg das erste Mal am Blitzmarathon teil. Die Bilanz aus diesem Jahr: 397 Autofahrer wurden von der Polizei aus dem Verkehr gezogen. Die meisten von ihnen waren zu schnell unterwegs, andere hantierten mit dem Handy während der Fahrt rum und wieder andere fuhren betrunken Auto. Tispol (Traffic Information System Police) wurde durch die Verkehrspolizeien Europas gegründet, um die Verkehrssicherheit und Strafverfolgung europaweit zu verbessern. Das Hauptziel von Tispol ist die Reduzierung der Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen. Die ständigen Schwerpunktthemen sind u.a. Geschwindigkeit, Sicherheitsgurt, Alkohol und Drogen und auch der gewerbliche Güter- / Personenverkehr.

Spitzenreiter

Ein besonders dreister Raser ist der Polizei in Sachsen ins Netz gegangen: Er brauste in Leipzig mit 140 Sachen durch die Innenstadt - erlaubt sind dort 50 Kilometer pro Stunde, hieß es von der Polizei.

Die saarländische Polizei hat beim „Speedmarathon“ 32.830 Fahrer kontrolliert und dabei 1.380 Temposünder erwischt. Der Rekordhalter sei mit 172 statt erlaubten 80 Kilometern pro Stunde in einer Autobahnbaustelle bei St. Ingbert-Rohrbach unterwegs gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.